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Nach Anschlag: Ex-Präsident der Malediven soll in Deutschland behandelt werden

  • Der ehemalige und erste demokratisch gewählte Präsident der Malediven, Mohammed Nasheed, wurde bei einer Explosion schwer verletzt.
  • Die Behörden machen muslimische Extremisten verantwortlich.
  • Eine medizinische Behandlung erhält er in Deutschland, teilt seine Familie mit.
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Male. Der bei einer Explosion schwer verletzte ehemalige Präsident der Malediven, Mohammed Nasheed, ist zur weiteren medizinischen Behandlung nach Deutschland geflogen. Das teilten seine Familie und das Krankenhaus, das ihn am Donnerstag entließ, mit.

Der 53-jährige Nasheed wurde vergangene Woche bei einer Explosion verwundet, für die Behörden muslimische Extremisten verantwortlich machten. Zwei seiner Leibwächter und zwei mutmaßliche Passanten wurden ebenfalls verletzt. Explodiert sei ein selbstgebauter Sprengsatz, der an einem Motorrad befestigt gewesen sei, das in der Nähe von Nasheeds Auto geparkt gewesen sei.

Bruder: Nasheed mit Sondermaschine nach Deutschland geflogen

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Nasheed wurde an Kopf, Brust, Bauch und Gliedmaßen operiert. Das ADK-Krankenhaus in Male teilte mit, er sei am Donnerstag entlassen worden, um im Ausland weiter behandelt zu werden. Sein Bruder Nazim Sattar teilte mit, er sei mit einem Rettungswagen zum Flughafen gebracht worden und mit einer Sondermaschine nach Deutschland geflogen.

Nasheed war 2008 bis 2012 der erste demokratisch gewählte Präsident der Malediven. Unter dem Druck von Demonstrationen trat er zurück und unterlag bei der folgenden Präsidentenwahl. Bei der Präsidentenwahl 2018 konnte er wegen einer Gefängnisstrafe nicht kandidieren, blieb aber politisch einflussreich und ist derzeit Parlamentspräsident.

Nasheed ist gegen religiösen Extremismus in der überwiegend sunnitisch-muslimischen Nation eingetreten. Religiöse Hardliner haben ihn wegen seiner liberalen Ansichten kritisiert.

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Die Polizei hat nach eigenen Angaben seit der Explosion vier Verdächtige festgenommen. Welche Organisation hinter der Tat vermutet wird, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

RND/AP

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