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Nach Angriff: Merkel sagt SPD-Abgeordnetem Diaby Unterstützung zu

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dem SPD-Bundestagsabgeordneten Karamba Diaby nach einem Angriff auf sein Bürgerbüro Unterstützung zugesagt.
  • Derweil hat die Polizei noch keine Hinweise auf den oder die Täter.
  • „Die Auswertung der Spuren dauert an“, betont eine Sprecherin.
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Berlin. Nach dem Angriff auf das Bürgerbüro des SPD-Bundestagsabgeordneten Karamba Diaby hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dem Politiker Unterstützung zugesagt. Am Mittwoch waren an einer Scheibe des Bürgerbüros Diabys im sachsen-anhaltischen Halle mehrere Einschusslöcher festgestellt worden. Merkel redete während der Debatte über die Organspende im Bundestag am Donnerstag kurz mit Diaby. Dabei habe sie ihm ihre Unterstützung signalisiert, wie er der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Merkel war um 10.47 Uhr in den Plenarsaal gekommen. Sie trat zunächst zur Grünen-Vorsitzenden Annalena Baerbock. Beide setzten sich in den hinteren Reihen zusammen. Merkel ist erklärte Anhängerin der Widerspruchslösung, nach der jeder Organspender ist, außer man widerspricht. Baerbock ist Mitinitiatorin der alternativen Vorstoßes, nach der die Menschen verstärkt zu einer Entscheidung über die Organspende bewegt werden sollen.

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Bestürzung und Sorgen

Merkel begrüßte dann die ehemalige Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) in den Reihen der Sozialdemokraten, auch sie Anhängerin der Entscheidungslösung. Dann redete Merkel stehend in den hinteren Reihen eine Weile mit Diaby. Der Angriff auf das Bürgerbüro des im Senegal geborenen, schwarzen Diaby hatte Bestürzung und Sorgen ausgelöst.

Derweil hat die Polizei noch keine Hinweise auf den oder die Täter. Das sagte eine Sprecherin am Donnerstag in Halle. „Die Auswertung der Spuren dauert an“, betonte sie. Polizei und Staatsschutz ermitteln. Laut Polizei wurden mehrere Einschusslöcher an einem Schaufenster des Bürgerbüros entdeckt. Projektile wurden nicht gefunden. Die Einschusslöcher waren am Mittwochvormittag von Mitarbeitern des Büros entdeckt worden, den Angaben nach waren es fünf.

Unterdessen erklärte Diaby per Kurznachrichtendienst Twitter, er sei zutiefst dankbar für die Solidarität, die er von Tausenden von Menschen erhalten habe. „Ihr gebt mir Kraft und Mut.“ Diaby hatte zudem angekündigt, sich auch nicht von diesem Angriff einschüchtern zu lassen.

RND/dpa

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