Nach Afghanistan-Desaster: Bundeswehr-Einsätze werden überprüft

Drei Deutsche A400M Militärtransporter stehen auf dem international Airport Taschkent.

Drei Deutsche A400M Militärtransporter stehen auf dem international Airport Taschkent.

Berlin. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer will als Konsequenz aus dem Afghanistan-Einsatz die Auslandseinsätze der Bundeswehr überprüfen. „Wir müssen aus diesem Einsatz unsere Lehren ziehen. Deshalb werden wir die anderen Auslandseinsätze der Bundeswehr dahingehend überprüfen, ob wir gut aufgestellt sind und was wir möglicherweise besser machen müssen“, sagte die CDU-Politikerin der „Rheinischen Post“.

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Die Ministerin sprach angesichts der faktischen Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban von „bitteren Bildern“. Sie rate daher, den Einsatz in Afghanistan genau zu analysieren. „Wir sollten dabei auch anerkennen, was die Bundeswehr in den letzten 20 Jahren geleistet hat“, betonte Kramp-Karrenbauer.

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Kramp-Karrenbauer weist Kritik an Evakuierungen aus Afghanistan zurück

Die Ministerin rechtfertigte zugleich ihr Vorgehen in den vergangenen Tagen. „Wir haben so schnell reagiert, wie es ging. Mit Hochdruck und Tempo haben wir Kräfte für einen komplexen, gefährlichen Einsatz vorbereitet und nach Afghanistan geschickt“, sagte sie der Zeitung.

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„Unser Ziel ist es, so viele Ortskräfte und gefährdete Personen herauszuholen, wie das möglich ist - auch von allen Partnernationen“, sagte Kramp-Karrenbauer.

Sie betonte zugleich mit Blick auf Kritik in ihrem Vorgehen: „Ich scheue mich vor keiner politischen Diskussion, schon gar nicht im Wahljahr. In diesem Moment steht aber die Rettung der Menschen im Vordergrund.“

RND/dpa

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