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Myanmar: USA sanktionieren weitere Militärführer und Angehörige

  • Die US-Regierung hat wegen des Putsches in Myanmar weitere Sanktionen gegen sieben führende Mitglieder des Militärregimes und deren Angehörige verhängt.
  • Durch die Maßnahmen wird etwaiger Besitz der Betroffenen in den USA eingefroren, auch internationale Geschäfte werden erschwert.
  • Das Militär unterdrücke die Proteste der Demokratiebewegung weiterhin mit „brutaler Gewalt“, hieß es aus Washington.
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Washington. Wegen des Putsches in Myanmar hat die US-Regierung weitere Sanktionen gegen führende Mitglieder des Militärregimes in dem südostasiatischen Land und deren Angehörige verhängt. Die neuen Maßnahmen betreffen 7 ranghohe Militärs sowie 15 Angehörige von bereits zuvor sanktionierten Personen, wie das US-Finanzministerium am Freitag mitteilte.

Das Militär unterdrücke die Proteste der Demokratiebewegung weiterhin mit „brutaler Gewalt“, hieß es zur Begründung. Auch Kinder und Angehöriger ethnischer Minderheiten würden Opfer der Gewalt der Sicherheitskräfte, so das Ministerium.

Besitz in den USA wird eingefroren

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Bei den sieben sanktionierten Anführern der Militärregierung handelt es sich um drei Mitglieder des mächtigen Militärrats sowie die Minister für Information, Soziales, Arbeit und Außenwirtschaft. Zu den betroffenen Angehörigen gehören Ehepartner und Kinder der Mitglieder der Militärjunta.

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Myanmar: Fünf Demonstranten bei Protesten getötet
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In Myanmar sind bei Protesten gegen die Militärregierung Medienberichten zufolge mindestens fünf Demonstranten getötet worden.  © Reuters

Die Sanktionen haben unter anderem zur Folge, dass etwaiger Besitz der Betroffenen in den USA eingefroren wird. US-Unternehmen und Personen dürfen keine Geschäfte mit ihnen machen. Auch andere internationale Geschäfte werden damit erschwert.

Putsch Anfang Februrar

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Das Handelsministerium habe zudem vier weitere Firmen aus den Telekom- und Bergbaubranchen wegen ihrer Unterstützung des Militärs mit strengen Exportbeschränkungen belegt, erklärte die US-Regierung.

Die USA hatten seit dem Putsch in Myanmar (vormals Birma) Anfang Februar bereits strenge Exportbeschränkungen erlassen und Sanktionen gegen diverse Mitglieder des neuen Führungsapparats, einige Angehörige und mehrere Firmen verhängt.

RND/dpa

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