UN kritisieren Ausnahmezustands-Verlängerung in Myanmar

  • Die Vereinten Nationen haben die Verlängerung des Ausnahmezustands in Myanmar kritisiert.
  • Die Maßnahme führe „nicht in die richtige Richtung“, sagte ein UN-Sprecher am Montag vor Journalisten.
  • Viele Menschen sind bereits ums Leben gekommen oder wurden bei den Auseinandersetzungen verletzt.
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New York. Die Vereinten Nationen (UN) haben die Verlängerung des Ausnahmezustands in Myanmar kritisiert. Die Maßnahme führe „nicht in die richtige Richtung“, sagte ein UN-Sprecher am Montag vor Journalisten. „Es bringt uns weiter davon weg, wozu wir und die Mitgliedsstaaten aufgerufen haben, nämlich eine Rückkehr zur Demokratie, eine Freilassung aller Gefangenen und politischen Gefangenen und ein Ende der Gewalt.“

Gewalt in Myanmar eskaliert - Tausende verletzt

Seit Februar seien mindestens 930 Menschen, darunter Frauen und Kinder, durch Gewalt der Junta ums Leben gekommen, tausende weitere Menschen seien verletzt worden. Mindestens 3.000 Menschen würden von der Junta festgehalten, darunter Lehrer, Politiker, Aktivisten, Mönche und Journalisten.

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Die Junta hatte am Wochenende - ein halbes Jahr nach der Machtübernahme in dem südostasiatischen Land - angekündigt, dass es erst im August 2023 Neuwahlen geben solle. Die Generäle hatten am 1. Februar dieses Jahres die Macht ergriffen und die Regierung von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi gestürzt.

Am Sonntag hatte es in Myanmar wieder landesweit zahlreiche Proteste gegen die Junta gegeben. Der Widerstand der Bevölkerung wurde in den vergangenen Monaten mit brutaler Härte unterdrückt.

RND/dpa

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