Polizei geht in Myanmar gewaltsam gegen Demonstranten vor

  • Bei den Protesten gegen die Militärjunta in Myanmar sind die Sicherheitskräfte erneut gewaltsam gegen die Demonstranten vorgegangen.
  • In Rangun feuerte die Polizei Schüsse ab und nahm Teilnehmer fest.
  • Das berichten Augenzeugen in den sozialen Medien.
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Naypidaw. In Myanmar sind Sicherheitskräfte sind am Samstag erneut gewaltsam gegen Demonstranten vorgegangen. In der größten Stadt Rangun feuerte die Polizei an mehreren Orten, an denen sich die Demonstranten zu Kundgebungen gegen die Junta versammelt hatten, Schüsse ab und nahm Teilnehmer fest, wie Augenzeugen in sozialen Netzwerken berichteten.

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Myanmar: Proteste gegen das Militär halten an
1:03 min
Am Samstag kam es zu den bislang schwersten Zusammenstößen bei Protesten gegen den Militärputsch.  © Reuters

Auch aus anderen Städten wurde ein massives Vorgehen der Sicherheitskräfte gemeldet, die unter anderem Tränengas und Gummigeschosse gegen Demonstranten einsetzten. Nach einem Bericht des Online-Portals „Myanmar Now“ gerieten in Rangun auch Journalisten, die über die Proteste berichteten, ins Visier der Polizei.

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Massenproteste seit dem Umsturz

Anfang Februar hatte das Militär in Myanmar gegen Regierungschefin Aung San Suu Kyi geputscht. Die 75-Jährige hatte die Parlamentswahl im November mit klarem Vorsprung gewonnen. Seit dem Umsturz hatte es immer wieder Massenproteste in Myanmar gegeben. Die Demonstranten fordern die Freilassung der festgesetzten Regierungschefin und die Wiedereinsetzung ihrer zivilen Regierung. Das Militär hat zuletzt mit zunehmender Härte gegen die Widerstandsbewegung durchgegriffen.

Der von der Militärjunta eingesetzte neue Chef der Wahlkommission in Myanmar hat unterdessen das Ergebnis der Parlamentswahl vom November für ungültig erklärt. Thein Soe habe die Entscheidung am Freitag bei einem Treffen mit politischen Parteien des südostasiatischen Landes mitgeteilt, berichtete die Zeitung „The Irrawaddy“. Der Schritt der Wahlkommission heizte die Proteste im früheren Birma erneut an.

RND/dpa

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