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Deutsche Reederei: Lage der Migranten auf “MV Marina” kurz vor Eskalation

  • Das Handelsschiff “MV Marina” aus einer deutschen Reederei sitzt weiter auf dem Mittelmeer fest.
  • Zugleich wird die Situation für dort offenbar immer schlimmer.
  • Der Reederei-Inhaber ruft um Hilfe: “Wenn es nicht bald eine Lösung gibt, dann werden Menschen an Bord sterben”.
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Rom/Hamburg. Die deutsche Reederei Klingenberg hat vor einer gefährlichen Eskalation auf dem Containerschiff “MV Marina” gewarnt, das vor Malta Dutzende Migranten an Bord genommen hat. “Wenn es nicht bald eine Lösung gibt, dann werden Menschen an Bord sterben”, sagte Reederei-Inhaber Thies Klingenberg der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch am Telefon. Die “MV Marina” habe auf Anforderung Maltas 79 Migranten im Mittelmeer aufgenommen. Das Handelsschiff warte vor der italienischen Insel Lampedusa auf die Zuweisung eines Hafens oder darauf, dass Behörden die Menschen auf ein anderes Schiff brächten. Doch bisher gebe es keine Signale dazu aus Malta oder Italien.

Migranten müssen offenbar auf blankem Stahl schlafen

Klingenberg sagte, er habe aktuelle Informationen. Danach spitze sich die Situation unter den Geflüchteten weiter zu. Es sei zu aggressivem Verhalten gekommen. Die Menschen müssten auf Deck schlafen, auf blankem Stahl. Sein Unternehmen sitzt im schleswig-holsteinischen Ellerbek bei Hamburg. In Rom sagte ein Sprecher des Innenministeriums auf Anfrage, Italien sei nicht zuständig. Aus Maltas Hauptstadt Valletta gab es zunächst keine offizielle Stellungnahme.

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Malta und Italien hatten ihre Häfen in der Covid-19-Krise als “nicht sicher” deklariert. Menschen, die von Schiffen aus Seenot gerettet werden, könnten dort nicht versorgt werden, hieß es. Dennoch kommen weiter Geflüchtete in kleinen Booten an den Küsten und in Häfen an. Auf Lampedusa etwa ist das Aufnahmelager nach Abgaben der örtlichen Behörden voll.

RND/dpa

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