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Mutter des toten jesidischen Mädchens berichtet von Schlägen und Fesseln

Die Mutter eines Mädchens, das im Irak verdurstet ist, hat am Freitag vor dem Oberlandesgericht in München ausgesagt und von schlimmen Qualen berichtet. Die Vorwürfe gegen die deutsche IS-Rückkehrerin und ihrem Ehemann wiegen schwer.

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München. Im Prozess um ein verdurstetes jesidisches Mädchen hat die mutmaßliche Mutter des Kindes von täglichen Schlägen ihrer Peiniger der Terrormiliz IS berichtet. „Ich war auch in Syrien - aber das Schlimmste habe ich in Falludscha erlebt“, sagte die Frau, die in dem Verfahren als Nebenklägerin auftritt, am Freitag vor dem Oberlandesgericht (OLG) München. Sie habe mit ihrer Tochter als Sklavin bei einem IS-Paar in der irakischen Stadt gelebt, habe den Haushalt machen müssen und sei regelmäßig geschlagen worden. Auch ihre erst fünf Jahre alte Tochter habe regelmäßig Schläge bekommen und deswegen einmal vier Tage im Bett verbringen müssen, um sich davon zu erholen.

Einmal habe der Mann sie gezwungen, während eines Luftangriffs auf Falludscha auf das Hausdach zu klettern. „Ich habe große Angst gehabt.“ Die deutsche Ehefrau des Mannes habe bei seinen Taten zugesehen, ihn aber auch dazu angestachelt, beispielsweise wenn sie sich bei ihm beschwerte, das Mädchen sei zu laut und gehe unerlaubt in alle Zimmer des Hauses.

Angeklagte soll einfach zugeschaut haben, wie das Mädchen verdurstet

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Die Bundesanwaltschaft geht davon aus, dass es sich bei der deutschen Ehefrau um die 28 Jahre alte Jennifer W. aus Niedersachsen handelt, die der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Irak angehören soll und wegen Mordes und Kriegsverbrechen vor Gericht steht. Sie soll dabei zugesehen haben, wie das Mädchen angekettet in der Sonne qualvoll verdurstete. Die Nebenklägerin gilt als wichtigste Zeugin in dem Verfahren. Zu der schrecklichen Tat, wie sie in der Anklage formuliert ist, hatte sie das Gericht bis zum Freitagmittag allerdings noch nicht befragt.

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Von RND/dpa/eti

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