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Mutmaßliche rechte Terrorzelle: Erste Verdächtige hinter Gitter

  • Einen Tag nach der Zerschlagung einer mutmaßlich rechten Terrorzelle wurde gegen zwei Mitglieder ein Haftbefehl erlassen.
  • Die Gruppe soll die Herbeiführung bürgerkriegsähnlicher Zustände geplant haben.
  • Weitere Verdächtige werden nun dem Haftrichter vorgeführt.
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Karlsruhe. Nach der Zerschlagung einer mutmaßlichen rechten Terrorzelle ist gegen die ersten beiden Festgenommenen Haftbefehl erlassen worden. Dabei handelt es sich um ein mutmaßliches Mitglied der Gruppe, den 39-jährigen Tony E. aus Niedersachsen, und einen mutmaßlichen Unterstützer aus Sachsen-Anhalt. Das sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft am Samstag auf Anfrage.

Die anderen Anhörungen laufen noch oder sollen im Laufe des Tages stattfinden. Insgesamt werden den Ermittlungsrichtern des Bundesgerichtshofs (BGH) in Karlsruhe zwölf Verdächtige vorgeführt. Bei dem Termin entscheidet sich, ob alle in Untersuchungshaft kommen oder jemand möglicherweise wieder freigelassen werden muss.

Fünf mutmaßliche Rechtsextremisten stehen im Verdacht, eine Terrorzelle gegründet und Anschläge auf Politiker, Asylbewerber und Muslime ins Auge gefasst zu haben. Dazu sollen sie sich neben persönlichen Treffen auch in Chatgruppen ausgetauscht haben.

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Der Generalbundesanwalt ließ am Freitag vier mutmaßliche Mitglieder und acht mutmaßliche Unterstützer festnehmen. Ein fünfter Mann, der ebenfalls zum Kern gehört haben soll, gilt zwar als Beschuldigter, blieb aber auf freiem Fuß.

RND/dpa