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Mord an Malcom X: Töchter fordern neue Ermittlungen zur Rolle der Polizei

Der US-Bürgerrechtler Malcolm X.

Berlin. Am 21. Februar 1965 wurde der schwarze Menschenrechtsaktivist Malcolm X bei einem öffentlichen Auftritt in New York erschossen. Der damals 39-Jährige gehörte zu den wichtigsten Vertretern der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Nun fordern seine Töchter umfassende neue Ermittlungen zu dem Anschlag. Das berichtet unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters auf ihrer Webseite. Die Töchter berufen sich demnach auf neues Beweismaterial, das auf eine Verwicklung der New Yorker Polizei und des FBI in den Mord hindeutet.

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Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte laut Reuters die Aufnahme der Ermittlungen. Das FBI wollte sich bisher nicht äußern.

Brief eines verstorbenen Polizisten

Bei dem neuen Beweismaterial handelt es sich demnach um einen Brief eines ehemalig verdeckt arbeitenden Polizeibeamten, der darin dem FBI und dem New York Police Department Komplizenschaft bei dem Mord anlastet. Der verstorbene Raymon Wood wollte, dass seine Aussagen erst nach seinem Tod veröffentlicht werden. Auf einer Pressekonferenz am Samstag wurde der Brief des ehemaligen Beamten verlesen.

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Laut seinem Brief soll Woods als verdeckter Ermittler die beiden Leibwächter von Malcolm X in eine Falle gelockt haben. Sie wurden wenige Tage vor dem Mord festgenommen, sodass der Bürgerrechtler ohne seine Bodyguards im New Yorker Stadtteil Harlem auftrat. Kurz vor Beginn seiner Rede wurde der Bürgerrechtler erschossen.

Drei Männer wegen des Mordes verurteilt

Wegen des Anschlags wurden drei Männer zu lebenslanger Haft verurteilt. Sie alle gehörten zur muslimischen Schwarzenbewegung Nation of Islam, zu deren Führungsmitgliedern auch Malcolm X bis 1964 gehört hatte. Einer der Verurteilten, Thomas Hagan, hatte die Tat gestanden, die anderen aber als unschuldig bezeichnet. Hagan kam 2010 auf freien Fuß.

Ilyasah Shabazz, eine der sechs Töchter, sagte: „Jeder Beweis, der mehr Einblick in die Wahrheit hinter dieser schrecklichen Tragödie bietet, sollte gründlich untersucht werden.“ Sie habe immer mit der Unwissenheit über die Todesumstände ihres Vaters gelebt.

RND/ar

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