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Mord an Journalistin Daphne Caruana Galizia auf Malta: Drei Top-Politiker treten zurück

  • Im Zuge der Ermittlung zum Mord an der Journalistin Daphne Caruana Galizia im Jahr 2017 ist nun ein Vertrauter von Maltas Premier Joseph Muscat zurückgetreten.
  • Offenbar gehört Keith Schembri zu einem Personenkreis, der nun in dem Fall neu vernommen werden soll.
  • Bislang sind in dem Mordfall drei Männer festgenommen und angeklagt worden.
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Valletta. In Malta ist der Stabschef von Premierminister Joseph Muscat zurückgetreten. Keith Schembri war zuletzt im Zuge der Ermittlung zum Mord an der Journalistin Daphne Caruana Galizia 2017 in die Schlagzeilen geraten.

Muscat bestätigte am Dienstag den Rücktritt, sagte aber nichts zu den Gründen. Die Polizei des kleinsten EU-Landes teilte am Dienstag mit, dass zum Mordfall Caruana Galizia weitere Personen vernommen würden. Ermittlerkreise bestätigten der "Times of Malta", dass Schembri unter ihnen sei.

Der Druck auf Muscats rechte Hand war in der vorigen Woche gestiegen, als einer der mutmaßlicher Hintermänner der Tat festgenommen wurde. Der Geschäftsmann war am 20. November von der Küstenwache abgefangen worden, als er Malta auf seiner Jacht verlassen wollte.

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Schembri wird wie auch Tourismusminister Konrad Mizzi verdächtigt, von dem Mann Geld erhalten zu haben. Inzwischen ist auch Mizzi zurückgetreten. Wirtschaftsminister Chris Cardona ließ außerdem mitteilen, dass er sich für die laufenden Ermittlungen und Verfahren selbst vom Amt suspendiert habe. Beide bestreiten jedoch ebenso wie Schembri, in den Fall verwickelt zu sein.

Caruana Galizia war am 16. Oktober 2017 nahe ihrem Haus in Bidnija in ihrem Auto in die Luft gesprengt worden. Die damals 53-Jährige hatte unter anderem über Korruption bei Regierung und Geschäftsmännern auf Malta und deren Verwicklung in den Skandal um die "Panama Papers" recherchiert.

Drei Männer wurden festgenommen und angeklagt. Sie sollen den Sprengsatz gebaut und gezündet haben. Wer hinter ihnen steckte, ist bislang unklar.

RND/dpa/cle

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