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Spannungen in Moldau steigen

Neue Anschläge in Transnistrien – Sicherheitsrat verhängt höchste Terrorwarnstufe

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Ein Panzerdenkmal in der transnistrischen Hauptstadt Tiraspol (Archivbild).

Tiraspol. In der an die Ukraine grenzenden Konfliktregion Transnistrien ist nach Angaben der örtlichen Behörden das Ministerium für Staatssicherheit beschossen worden. Demnach wurde das Gebäude in der transnistrischen Hauptstadt Tiraspol durch Explosionen beschädigt.

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Auf Fotos, deren Echtheit nicht überprüft werden konnte, waren eingeschlagene Scheiben und ein zertrümmerter Eingang zu sehen. Die Behörden teilten am Montag mit, dass das Gebäude mit Panzerabwehrmunition beschossen worden sei. Es sei wegen eines arbeitsfreien Tags niemand zu Schaden gekommen. Russland hat in der von der Republik Moldau abtrünnigen Region Soldaten stationiert.

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Die moldauischen Behörden teilten in der Hauptstadt Chisinau mit, dass nicht klar sei, wer geschossen habe. Es handele sich aber offenkundig um eine Provokation mit dem Ziel, die Lage in der Konfliktregion zu destabilisieren.

Offenbar weitere Explosionen in Transnistrien

Laut Medienberichten haben sich am Dienstag zudem erneut Explosionen in Transnistrien ereignet. Laut dem moldauischen Fernsehsender „TSV“ wurde dabei die reichweitenstärksten Funktürme des Landes getroffen. Es habe demnach keine Opfer gegeben.

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Die Sprengung der zwei Radiomasten droht die Lage in der Region weiter zu verschärfen. Die Präsidentin der Republik Moldau, Maia Sandu, berief für den Nachmittag eine Sitzung des Sicherheitsrats ein, meldete die Nachrichtenagentur Interfax am Dienstag. Der Sicherheitsrat von Transnistrien verhängte am Dienstag die rote und damit höchste Terrorwarnstufe in dem Gebiet. Die Funkzentrale hatte mit zwei Masten russische Radiosender übertragen.

In Moskau sprechen daher hochrangige Politiker von Provokation: „Die Vorgänge in Transnistrien sind eine Provokation mit dem Ziel, Russland noch tiefer in die Kriegshandlungen in der Region hineinzuziehen“, sagte der Chef des Duma-Ausschusses für die GUS, Leonid Kalaschnikow.

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Sergej Lawrow: „Reale Gefahr“ für den Ausbruch eines Dritten Weltkriegs

Die Gefahr dafür sei „ernst, sie ist real“, sagte Lawrow in dem Interview, dass das Außenministerium am Montagabend in seinem Telegram-Kanal teilte.

Die benachbarte Ukraine, die sich einem russischen Angriffskrieg ausgesetzt sieht, gab Moskau die Schuld an dem Beschuss. Der ukrainische Militärgeheimdienst in Kiew warf Russland vor, mit dieser Provokation Panik schüren zu wollen. Demnach könnten die in Transnistrien stationierten Truppen versuchen, von dort aus die Ukraine in Richtung der Stadt Odessa am Schwarzen Meer anzugreifen. In einer in Kiew veröffentlichten Mitteilung erinnerte der Geheimdienst an eine Äußerung eines russischen Befehlshabers, der am vergangenen Freitag offen davon gesprochen hatte, dass Moskau die gesamte Südukraine bis nach Transnistrien unter seine Kontrolle bringen wolle.

RND/dpa

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