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Gilt bereits als De-Facto-Machthaber

Saudischer Kronprinz Mohammed bin Salman nun auch Ministerpräsident

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman Al Saud spricht während eines Sicherheits- und Entwicklungsgipfels. (Archivbild)

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman Al Saud spricht während eines Sicherheits- und Entwicklungsgipfels. (Archivbild)

Dubai. Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman ist nun auch der Ministerpräsident seines Landes. Am Dienstag (Ortszeit) sei er durch ein königliches Dekret mit dem Amt betraut worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur SPA.

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Der Kronprinz und Thronfolger verfügt längst über weitreichenden Einfluss im Königreich und gilt als De-Facto-Machthaber. König Salman werde aber auch weiterhin als Vorsitzender der Kabinettstreffen fungieren, hieß es.

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Sein Sohn betreut federführend das Projekt Vision 2030, in dessen Rahmen die saudische Wirtschaft umfassend reformiert werden und das Königreich seine Abhängigkeit von Öl beenden soll. Kronprinz Mohammed wird indes mit dem Mord am saudischen Journalisten und Dissidenten Jamal Khashoggi in Verbindung gebracht.

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Westliche Geheimdienste glauben an Beteiligung bin Salmans am Khashoggi-Mord

Khashoggi war am 2. Oktober 2018 ins saudische Konsulat in Istanbul gegangen, um Dokumente für die Heirat mit seiner türkischen Verlobten Hatice Cengiz abzuholen. Er kam aber nie heraus. Nach längeren Dementis räumte die Führung in Riad unter internationalem Druck ein, dass Khashoggi im Konsulat bei einem schiefgelaufenen Versuch getötet worden sei, ihn in seine Heimat zurückzubringen.

Westliche Geheimdienste haben eine Beteiligung des Kronprinzen an dem Mord an dem saudischen Journalisten und Kritiker des Königshauses attestiert. Kronprinz Mohammed pochte darauf, nichts über den Einsatz gewusst zu haben, den ihm direkt unterstellte Personen ausgeführt hatten.

In Zeiten westlicher Bemühungen, die Energieabhängigkeit von Russland zu verringern, suchten Staats- und Regierungschefs wie US-Präsident Joe Biden, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und zuletzt Bundeskanzler Olaf Scholz wieder die Nähe zum saudischen De-Facto-Herrscher, dessen Land der weltgrößte Ölexporteur ist.

RND/AP

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