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Auf Antrag der Bundesanwaltschaft

Mögliche IS-Terroristen in U-Haft: Verdächtiger zur Tatzeit noch Minderjährig

Drei mutmaßliche Mitglieder der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) sind auf Antrag der Bundesanwaltschaft in Untersuchungshaft gekommen. (Symbolbild)

Drei mutmaßliche Mitglieder der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) sind auf Antrag der Bundesanwaltschaft in Untersuchungshaft gekommen. (Symbolbild)

Karlsruhe. Drei mutmaßliche Mitglieder der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) sind auf Antrag der Bundesanwaltschaft in Untersuchungshaft gekommen. Ein Mann soll laut Mitteilung vom Donnerstag seit seinem 14. Lebensjahr an Kampfhandlungen des IS teilgenommen und später in einer Einrichtung zur Deradikalisierung eine Gruppe Jugendlicher angeführt haben, die Mitinsassen und vermeintlich Ungläubige unter anderem mit körperlicher Gewalt drangsaliert habe.

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Seine Mutter habe den damals Elfjährigen im Juni 2013 mit nach Syrien genommen, sich mit ihrem Lebensgefährten dem IS angeschlossen und das Kind im Sinne der IS-Ideologie aufgezogen.

Beschuldigte soll an versuchten Terroranschlag beteiligt gewesen sein

Einer Frau wirft die Bundesanwaltschaft unter anderem vor, für ein IS-Frauenbataillon Fahrdienste geleistet und Sprengstoffgürtel hergestellt zu haben. Im Herbst 2016 hätten IS-Mitglieder Kämpfer für einen Terroranschlag auf ein deutsches Musikfestival rekrutieren und einschleusen wollen. „Hierzu kam es letztlich nicht“, teilte die Behörde in Karlsruhe mit. Die Beschuldigte habe aber vor dem Abbruch der Operation zwei „Glaubensschwestern“ ausgesucht, die Attentäter in der Bundesrepublik hätten heiraten und beherbergen sollen, um ihnen bis zu dem Anschlag ein unauffälliges Leben zu ermöglichen.

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Eine weitere Verhaftete soll von Syrien aus versucht haben, andere Frauen in Deutschland zur Ausreise zum IS zu bewegen. Zeitweilig habe sie ein Schnellfeuergewehr und eine Schrotflinte besessen. Nachdem sich die Frau 2019 ergeben hatte und in einem kurdischen Lager untergebracht worden war, habe sie dort eine andere Insassin angefeuert, als diese eine vermeintlich „Abtrünnige“ misshandelte.

Die drei Deutschen waren am Mittwochabend im Zuge einer Rückholaktion der Bundesregierung aus dem Gefangenenlager Roj in Nordostsyrien nach Frankfurt am Main geflogen worden. Noch am Flughafen nahmen Beamte der Bundespolizei und des Bundeskriminalamtes die Beschuldigten fest.

RND/dpa

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