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Mit Corona um die Welt: Wie die RND-Korrespondenten die Viruskrise erleben

  • In Belgien gibt’s Corona-Bier im Sonderangebot, in Frankreich ist plötzlich der Wangenkuss verpönt, und in New York bleibt die Subway leer.
  • In aller Herren Länder verändert das Virus den Alltag.
  • Unsere Auslandskorrespondenten berichten, wie die Menschen vor Ort darauf reagieren.
Dierk Sundermann
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In Deutschland haben die Regierungen im Bund und in den Ländern am Ende dieser Woche weitreichende Maßnahmen verkündet, um die Ausbreitung des Coronavirus im Lande zu stoppen. In den nächsten Wochen wird sich das Land verändern: Schulen zu, Kitas zu, Homeoffice in etlichen Firmen, Absagen von Sport- und Kulturveranstaltungen, Angst vor Hamsterkäufen. Doch wie reagieren andere Länder auf das Virus? Die RND-Korrespondenten in aller Welt werfen Schlaglichter auf die Stimmung daheim – von Frankreich und Großbritannien über Spanien und Belgien bis hin zu den Vereinigten Staaten von Amerika.

USA: Geduldig warten Kunden im kalifornischen Cypress (Orange County) in einer Schlange vor dem Supermarkt. © Quelle: Jeff Gritchen/Orange County Regi

USA: Vernunft nur noch im “La La Land”

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Aus Los Angeles berichtet Dierk Sindermann

Typisch Trump. Erst verhöhnt er das Coronavirus als Grippeerreger, dann legt er das Land per Notverordnung lahm. Nichts könnte es besser demonstrieren: Unter diesem Präsidenten ist Politik eine Seuche. Und was tun die Amerikaner? Sie zeigen, dass die USA auch im Krisenfall zwei Gesichter hat. In New York läuft die U-Bahn ohne Passagiere und in Hollywood wandern die Fans wie eh und je über den Walk of Fame. Auf der einen Seite Panikkäufer in den Supermärkten von Washington, auf der anderen Seite College-Kids, die sich wie jedes Jahr beim “Springbreak” in Florida dem Rudel-Suff hingeben.

Gibt es da eine vernünftige Mitte? Ja. Im “La La Land” Kalifornien. Da schafft es ein ortsunüblicher Regensturm, dem Virus die Dominanz in den Medien zu verwässern. Natürlich nimmt man die Lage ernst. Bei der (zu Aldi gehörenden) Trader-Joe’s-Kette räumen Kunden die Tiefkühlfächer aus. Cool. Alles mit einer Mischung aus Drama und Humor.

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In den Megaschlangen an der Kasse unterhält man sich gegenseitig mit Coronasprüchen. Wie: “Kein Wunder, dass uns die Regierung nicht verraten will, dass es Aliens gibt – wenn wir schon bei einem irdschen Anlass Panik bekommen.” Dass überall desinfizierende Handwaschlotionen ausverkauft sind, macht auch Sinn. Aber wie kann man sich erklären, dass die Leute bergeweise Klopapier nach Hause schleppen? Da muss jemand eine Scheißhausparole ausgegeben haben.

Einer war es sicher nicht: Tom Hanks. Der zeigte in seiner Botschaft aus Australien, dass er und Ehefrau Rita Wilson infiziert sind, den Landsleuten daheim, wie man sich verhalten sollte: Offen mit der Krankheit umgehen und Ruhe bewahren. Tom for President.

Frankreich: In Paris hat jemand eine Statue von Maillol im Louvre-Garten mit einer Atemschutzmaske geschmückt. © Quelle: imago images/Le Pictorium

Frankreich: Bitte kein Wangenküsschen!

Aus Paris berichtet Birgit Holzer

“Was, ihr gebt euch noch den Wangenkuss?” Die beiden Frauen, frisch ertappt bei der typisch französischen Begrüßung, schrecken schuldbewusst zurück, als Kollegen sie vor einem geschäftlichen Abendessen in einem Pariser Restaurant maßregeln. Das darf man jetzt also auch nicht mehr?

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Nur langsam und oft ungern beginnen die Franzosen, ihren Alltag und ihre Gewohnheiten bis auf Weiteres umzustellen. Regelmäßige Durchsagen im Radio, in Bahnen und Metrozügen – die bis zum Wochenende in der französischen Hauptstadt weiterhin gut gefüllt waren – ermahnen sie zu absoluter Vorsicht.

Die bisherige Gelassenheit droht zu kippen, der erstaunte Blick auf Länder wie China oder Italien richtet sich aufs eigene Land: Wie gut ist das französische Gesundheitssystem auf eine hohe Zahl an Infizierten vorbereitet? Nicht dringliche Operationen werden verschoben. Eine Hochschwangere, die ihre Entbindung in den kommenden zwei Wochen erwartet, erfährt, dass diese nicht in einem Pariser Krankenhaus stattfinden könne: Es werde eine Hausgeburt.

Auch in der Tourismusbranche herrscht Katastrophenstimmung: “Wir haben lauter Absagen, vor allem seit Donald Trumps Einreiseverbot für Europäer”, klagt die stellvertretende Direktorin eines Pariser Hotels. Für viele ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein “italienisches Szenario” mit Schließung von Grenzen und einem Stillstand des wirtschaftlichen und sozialen Lebens eintritt.

Bis Donnerstag wurden in Frankreich offiziell mehr als 2800 Krankheits- und 61 Todesfälle gezählt – Tendenz rasant steigend. Präsident Emmanuel Macron rät nach Möglichkeit zum Homeoffice und hat die Schließung aller Kindertagesstätten, Schulen und Universitäten ab Montag angekündigt.

Zumindest bei einem Bevölkerungsteil löste das unverhohlene Freude aus: den Schülern. Allerdings nur so lange, bis sie realisierten, dass sie trotzdem arbeiten müssen und kaum mehr ausgehen dürfen: kein Gruppensport, keine Partys, kein Besuch von Einkaufszentren. Und auch kein Wangenküsschen.

Großbritannien: Touristen, zwei davon mit Mundschutz, beobachten die Zeremonie der Wachablösung vor dem Buckingham-Palast in London. © Quelle: Dominic Lipinski/PA Wire/dpa

England: Ruhig bleiben und weitermachen

Aus London berichtet Katrin Pribyl

Zehntausende Menschen strömten am Mittwoch zum Cheltenham-Festival in der englischen Grafschaft Gloucestershire, einer der Höhepunkte im gesellschaftlichen Kalender des Vereinigten Königreichs. Die Frauen erschienen zum Ladies’ Day mit leuchtenden Hüten, Federn und kunstvollen Fascinators auf dem Kopf. Die Coronaviruspandemie? Sie war Thema. Und doch kamen bereits zum Auftakt am Dienstag 60.000 Menschen zu der insgesamt vier Tage dauernden Veranstaltung, bei der einige der bedeutendsten Hindernisrennen der Welt stattfanden.

Auch das Fußballspiel zwischen dem FC Liverpool und Atlético Madrid wurde am Mittwochabend vor Publikum in der nordenglischen Stadt ausgetragen. 54.000 Fans sahen das Spiel im Stadion, rund 4000 Madrid-Anhänger reisten dafür aus der spanischen Metropole an.

Ob unter Akademikern oder Geschäftsleuten, etliche Konferenzen fanden auf der Insel ebenfalls noch immer statt. In London drängelten sich Pendler auch diese Woche in der überfüllten Underground, in Bussen und Zügen, die Pubs waren gut besucht wie eh und je.

Selbst wenn auch unter den Briten die Nervosität steigt, scheinen trotzdem zahlreiche Menschen in der Coronaviruskrise ihr bekanntes Motto zu beherzigen: Keep calm and carry on! Ist das vernünftig – oder fahrlässig?

Großbritannien verzeichnet derzeit noch weniger Fälle als andere europäische Länder – vor dem Wochenende waren es knapp 600 Infizierte und zehn Todesopfer –, sodass US-Präsident Donald Trump das Königreich und Irland vom Reiseverbot in die USA ausgenommen hat. Dabei nehmen die Infektionen auch in den beiden Staaten zu. In Irland bleiben infolgedessen Schulen, Universitäten und Kinderbetreuungseinrichtungen bis zum 29. März geschlossen, in Schottland sind ab nächster Woche Versammlungen von mehr als 500 Personen untersagt.

Dagegen will die britische Regierung mit drastischen Maßnahmen für England und Wales noch warten. Warum? Es herrscht vielerorts Verwirrung. Ohnehin ist das Vertrauen in die offiziellen Zahlen gering. Denn nur jene Menschen, die sich in den vergangenen Wochen in besonders betroffenen Ländern wie Italien aufhielten oder Kontakt mit Coronaviruspatienten hatten, werden getestet.

Deshalb äußern seit Tagen etliche Briten ihre Frustration über das System: Zeigen sie die typischen Symptome, werden sie von den Behörden und Auskunftsdiensten angewiesen, zu Hause zu bleiben und sich selbst zu isolieren. Tests gibt es kaum. Das Problem: Schon vor dem Ausbruch der Pandemie war der chronisch überlastete staatliche Gesundheitsdienst NHS an der Schmerzgrenze angelangt. Fehlende Betten, zu wenig Ärzte und Pfleger, zu geringe zur Verfügung stehende finanzielle Mittel – mit der zusätzlichen Coronavirusbelastung droht in den kommenden Wochen ein Kollaps.

Derweil bleiben die großen Fragen: Wie viele Menschen sind tatsächlich infiziert? Und wie lange will die britische Regierung das öffentliche Leben so gut wie möglich aufrechterhalten, wenn sich zwischenzeitlich ganz Europa abriegelt?

Spanien: Ein Kellner schließt eine Bar auf der Plaza Mayor in Madrid. Spanien hat wegen der Coronakrise den Alarmzustand ausgerufen. Es ist nach Italien das von der Pandemie derzeit am stärksten betroffene Land Europas. © Quelle: Ricardo Rubio/Europa Press/dpa

Spanien: Nachrichten von der Front

Aus Madrid berichtet Martin Dahms

Die beiden berühmtesten Coronavirusinfizierten Spaniens sind zwei Politiker: der Generalsekretär der sehr rechten Vox, Javier Ortega Smith, und die Gleichheitsministerin von der sehr linken Podemos, Irene Montero. Beide waren am Sonntag bei Großveranstaltungen unterwegs, wo sie sich anstecken ließen oder andere ansteckten: Montero auf einer Demo zum internationalen Frauentag, Ortega Smith auf einem Jubelfest seiner eigenen Partei.

Aus der Rückschau ist es kaum zu fassen, dass Demo und Parteiveranstaltung am Sonntag noch stattfinden durften. Die linke Sánchez-Regierung wollte es so. Der Feminismus hatte Vorrang vor der Gesundheit, und da man die Demo nicht absagen wollte, konnte man auch Montero nicht unter Quarantäne stellen.

Man konnte bei der spanischen Linken in den vergangenen Wochen einen (zum Glück abnehmenden) Unwillen beobachten, der kommenden Gefahr ins Auge zu schauen, der nur mit dem Unwillen mancher Rechter zu vergleichen ist, die Gefahren des Klimawandels ernst zu nehmen. Alles Panikmache! Leere Regale? Lachhaft! (Zum Glück lachen die Spanier gerne, und alle Whatsapp-Kanäle sind dieser Tage mit Klopapierwitzen überschwemmt.)

Noch am Donnerstag schrieb ein ansonsten sehr kluger Kolumnist, wir würden ja auch nicht jeden Tag mit den neusten Zahlen von Grippetoten belästigt. Und vorsichtige Nachfragen bei der Regierung, ob es nicht Zeit für drastischere Maßnahmen wäre, werden mürrisch beantwortet: Die Kritik der extremen Rechten sei ungerechtfertigt.

In Spanien taugt jedes Thema, um sich in seinen ideologischen Schützengraben einzubuddeln. Krank wird man aber in beiden Gräben. Die meisten Spanier haben das inzwischen gemerkt. Sie tun, was man ihnen sagt, fast ohne zu murren. Und schicken einander Klopapierwitze.

Belgien: Ein Supermarkt in Brüssel lässt seine Kunden nach und nach eintreten. © Quelle: imago images/ZUMA Wire

Belgien: Galgenhumor mit Pommes

Aus Brüssel berichtet Damir Fras

Wenigstens etwas. Die Frittenbuden in Brüssel waren Ende der Woche noch offen. Coronavirus hin, Coronavirus her – wer den Belgiern die Pommes wegnimmt, vergeht sich an einem kulinarischen Kulturgut. Das hat sich nicht einmal die geschäftsführende Ministerpräsidentin Sophie Wilmès getraut.

Und sie hat sich schon viel getraut. In Belgien werden die Schulen geschlossen, alle Cafés, Restaurants und Diskotheken. Es ist Coronaalarm. Das ist schon bemerkenswert. Denn Belgien hat seit Anfang Dezember 2018 keine reguläre Regierung auf Bundesebene mehr. Die drei Regionen Flandern, Wallonien und Brüssel werkeln vor sich hin. Die Zusammenarbeit ist – gelinde gesagt – schwierig. Stellen wir uns nur mal kurz vor, das wäre in Deutschland so. Nein. Stellen wir es uns lieber nicht vor. Wilmès jedenfalls hat bewiesen, dass auch ein scheinbar dysfunktionaler Staat Entscheidungen treffen kann.

Die Belgier scheinen die virusbedingten Einschränkungen, soweit man das bislang sagen kann, gelassen zu nehmen. Sie sind Kummer gewöhnt. Das ist im Prinzip seit der Gründung im Jahr 1830 so. Organisation à la belge – das ist das Leitmotiv in Belgien: Es ist das Land der halben Sachen. Oder sagen wir: das Land des pragmatischen Kompromisses.

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Coronavirus: Diese Maßnahmen schützen mich
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Um eine zweite Ansteckungswelle in Deutschland zu vermeiden, sind einige Verhaltens- und Hygieneregeln zu beachten.  © Dierk Sundermann, Katrin Pribyl, Birgit Holzer, Martin Dahms, Damir Fras, Daniela Vates/RND

Davon war auch die jüngste Entscheidung der geschäftsführenden Regierung geprägt. Kinderkrippen etwa bleiben zunächst offen, Hotels ebenso und auch Tierfutterläden. Haustiere sind ja schließlich nicht vom Virus betroffen – nach jetzigem Erkenntnisstand. Das wird die alte Dame in meiner Nachbarschaft hoffentlich freuen. Sie wirkt ohnehin immer traurig, wenn sie mit ihrem kleinen Hund spazieren geht.

Belgien ist die Heimat so vieler genialer Comiczeichner. Und Belgien wäre nicht Belgien, wenn es nicht auch in der Coronaviruskrise Humor zeigen würde. Humor, der einem bisweilen im Hals stecken bleibt. Bis vor wenigen Tagen hatte ein kleiner Supermarkt auf der Avenue Louise in Brüssel ein besonderes Mittel gegen das Virus im Angebot: Wer zwei Flaschen Corona-Bier kaufte, bekam eine Flasche Mort Subite gratis dazu. Das Gelächter in der Kundschaft soll groß gewesen sein, hieß es. Bis jemand aus der PR-Abteilung der Supermarktkette einschritt und verfügte, dass ein Bier mit dem Namen “Plötzlicher Tod” doch besser nicht in einen Zusammenhang mit der Viruskrise gebracht werden sollte.

Niederlande: Im Hotel Corona in Den Haag bleibt die Kundschaft aus – aber nicht wegen des Namens, sagt der Portier. © Quelle: Daniela Vates für Corona-Schlaglichter, hier: Den Haag.

Niederlande: “Die Straßen sind leer!”

Aus Den Haag berichtet Daniela Vates.

Einer zumindest hat in den Niederlanden gute Erfahrungen mit Corona gemacht. “Es war wunderbar”, sagt der 31-jährige Mikk aus Estland. Ein paar Tage hat er gerade im Hotel Corona verbracht, einem schmucken Backsteinbau mitten in Den Haag, wenige Hundert Meter entfernt vom Sitz des niederländischen Parlaments. “Ich habe es extra wegen des Namens gebucht”, sagt Mikk. “Ist doch witzig.” Der Transportmanager ist auf Urlaubsreise, die nächsten Stationen Rotterdam und Luxemburg will er nicht ausfallen lassen. “Man kann nicht die Panik sein Leben bestimmen lassen”, sagt er.

Im Hotel Corona zeigt ein Mitarbeiter auf den Computerbildschirm. “50 Absagen alleine heute Morgen”, sagt er. Der Name sei nicht das Problem. Vor allem Geschäftsreisende hätten storniert, ihre Konferenzen und Besprechungen fallen aus. Statt 170 Platzreservierungen für das Restaurant gibt es an diesem Tag nur 15.

Auch anderswo bleiben die Kunden aus. “Die Stadt ist seit anderthalb Wochen leer”, stellt der Verkäufer eines Souvenirladens in der Haagschen Passage fest, einer prächtigen, glasüberdachten Ladenstraße aus dem 19. Jahrhundert. “Normalerweise würden sich die Leute hier drängen.”

Die niederländische Regierung ist dem Virus zurückhaltend begegnet. “Wir sind ein nüchternes Land”, so hat es Premierminister Mark Rutte am Dienstag formuliert und erst mal Hygieneempfehlungen formuliert: Händewaschen, in den Ellenbogen niesen und Papiertaschentücher benutzen. Rutte empfahl zudem “Fußküsse”.

Nur die südholländische Provinz Brabant, in der bis dahin die meisten Coronafälle aufgetreten waren, verbot Veranstaltungen mit über 1000 Menschen. Nur zwei Tage später, am Donnerstag, verschärfte die Regierung ihren Kurs. Im ganzen Land werden nun Veranstaltungen mit über 100 Teilnehmern abgesagt. Museen und Theater sind geschlossen. Die Regierung rief zu Heimarbeit auf. Universitäten können ihre Vorlesungen online anbieten. Im Parlament soll es vorerst keine namentlichen Abstimmungen mehr geben – um zu verhindern, dass alle 150 Parlamentarier zusammenkommen. Kirchen und Moscheen schlossen die Türen und suchen andere Möglichkeiten. Die Begegnungskirche in Enschede wird ihren Sonntagsgottesdienst im Internet übertragen.

Schulen allerdings sollen zunächst weiter offen bleiben. Kinder hätten nicht so ein großes Krankheitsrisiko. Und es sei ein Problem, wenn Ärzte, Polizisten, und Pfleger reihenweise zu Hause bleiben müssten, um ihren Nachwuchs zu betreuen, sagte Rutte am Donnerstag.

Die Opposition kritisiert den Regierungskurs als zu langsam und zu wenig entschieden. “Die Niederlande sind nun ein Patient”, so formuliert es Rutte. “Wir müssen nun sehen, wie der Patient auf die Behandlung reagiert.” Weitere Schritte könnten folgen. Ein paar Kilometer weiter am Meer gibt es zum Wochenende für zwei Menschen ein ganz anderes Thema als Corona: Über der berühmten Seebrücke von Scheveningen kreist ein Flugzeug, das ein Banner hinter sich herzieht. “Seda, willst du mich heiraten?”, steht darauf.


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