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Ministerpräsident Hans für Einschränkungen für Impfverweigerer

  • Die Impfkampagne in Deutschland gerät ins Stocken, und eine vierte Corona-Welle droht.
  • Saarlands Ministerpräsident Hans spricht sich daher im RND-Interview dafür aus, Impfverweigerern auf Dauer nicht die gleichen Freiheiten zurückzugeben wie Geimpften.
  • Zudem spricht er sich für eine Ausweitung der Impfkampagne aus.
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Berlin. Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat sich angesichts einer drohenden vierten Corona-Welle dafür ausgesprochen, Impfverweigerern auf Dauer nicht die gleichen Freiheiten zurückzugeben wie Geimpften. „Von vollständig Geimpften geht eine wesentlich geringere Ansteckungsgefahr aus als von Nichtgeimpften. Man kann daher von ihnen auf Dauer nicht die gleichen Einschränkungen erwarten“, sagte Hans dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Die Mehrheit der geimpften Menschen werde nicht zugunsten der Minderheit der Impfverweigerer auf Freiheiten verzichten wollen. „Dann wird es so sein, dass Impfverweigerer mehr Einschränkungen haben: Sie müssen zum Beispiel für Schnelltests zahlen oder können nicht an jeder Veranstaltung teilnehmen. Es kann nicht sein, dass sich für Geimpfte nichts ändert, nur weil die Gesellschaft dauerhaft Rücksicht auf die Verweigerer nehmen muss.“

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Die Impfkampagne müsse aber ausgedehnt werden. „Es spricht nichts gegen Restaurant- oder Konzertgutscheine oder eine Verlosung eines Wochenendes im Hotel. Darüber müssen wir uns vor der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz im August noch mal Gedanken machen.“

Er mahnte: „Schon jetzt stehen wir am Fuß einer weiteren Viruswelle. Es besteht auch die Gefahr, dass neue Virusvarianten entstehen, wenn es keine ausreichende Herdenimmunität gibt. Das würde den Impfschutz gefährden.“

Hans betonte aber: „Mit einer Impfpflicht kommen wir nicht weiter.“ Die Menschen müssen die Impfung als Schutz für die gesamte Gesellschaft begreifen. „Kinder und Jugendliche haben in der Pandemie sehr zurückstecken müssen, um Ältere zu schützen. Jetzt muss umgekehrt eine Impfschutzmauer aufgebaut werden, damit Kinder und Jugendliche nicht infiziert werden.“

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Das sei eine Frage staatsbürgerlicher Verantwortung und des sozialen Gewissens. „Mit Impfen zeigt man Solidarität, mit Impfverweigerung zeigt man Egoismus. Wenn wir wollen, dass Schulen nicht wieder geschlossen werden, sollten sich alle über 18 impfen lassen.“

Das gesamte Interview mit Tobias Hans können Sie hier lesen.

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