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Ministerin Klöckner fordert Zulassungsstopp von Farbstoff Titandioxid im Essen

  • Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) stuft den Farbstoff Titandioxid als nicht sicher für den menschlichen Verzehr ein.
  • Bundesernährungsministerin Julia Klöckner fordert nun einen Zulassungsstopp in der EU für E171.
  • Der Farbstoff kommt vor allem in Kaugummi, Backwaren und Suppen vor.
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Berlin/Parma. Bundesernährungsministerin Julia Klöckner hat am Donnerstag ein EU-weites Ende der Zulassung des Farbstoffes Titandioxid im Essen gefordert.

Zuvor hatte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) im italienischen Parma den Farbstoff wegen möglicher Krebsrisiken als nicht sicher für den menschlichen Verzehr eingestuft.

Titandioxid, in der Zutatenliste oft E171 genannt, kann zum Beispiel in Kaugummi, anderen Süßigkeiten, Backwaren, Suppen und Salatsoßen stecken.

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Klöckner erklärte, dass die Gesundheit der Verbraucher an erster Stelle stehen müsse. „Im Sinne des Vorsorgeprinzips muss die EU-weit geltende Zulassung für Titandioxid daher zurückgenommen werden. Es ist nicht auszuschließen, dass der Lebensmittelzusatzstoff erbgutschädigend wirkt“ erläuterte die CDU-Politikerin.

„Ich habe mich bereits an die EU-Kommission gewandt und sie aufgefordert, hier tätig zu werden.“

Die Experten der EU-Behörde fanden nach eigenen Angaben zwar keine abschließenden Beweise für eine toxische Wirkung von E171. Sie konnten aber negative Effekte auf das menschliche Erbgut in den Zellen und mögliche Krebsrisiken nicht ausschließen. Deshalb rieten sie jetzt von Titandioxid im Essen ab. Der Stoff sorgt für eine weiße Farbe.

RND/dpa

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