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Ministerien wehren sich gegen Kritik an Ausgaben für externe Berater

  • Mehr als eine halbe Milliarde Euro hat die Bundesregierung 2019 für externe Berater ausgegeben.
  • Besonders viel investierten die Ministerien für Verteidigung, Inneres und Verkehr.
  • Die Kritik daran reißt nicht ab - nun verteidigen sich die Spitzenreiter-Ministerien.
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Berlin. Die Ministerien für Verteidigung, Inneres und Verkehr haben ihre Ausgaben für externe Berater im dreistelligen Millionenbereich verteidigt. Die drei Ressorts waren im vergangenen Jahr mit Abstand die Spitzenreiter bei den Investitionen in Sachverstand von außen. Zusammen haben sie mindestens 417,9 Millionen Euro für die Experten ausgegeben - mehr als drei Viertel der Gesamtausgaben von 548,5 Millionen Euro aller 15 Ressorts zusammen.

Das Verteidigungsministerium verwies darauf, dass alleine 109 Millionen Euro auf den IT-Dienstleister BWI entfallen, der die 1200 Liegenschaften der Bundeswehr betreut. Das Ministerium hatte schon früher darauf verwiesen, dass der Handlungsbedarf bei der Digitalisierung über die eigenen Personalkapazitäten der Bundeswehr "sowohl quantitativ als auch qualitativ" hinausgehe.

Innenministerium will mehr mit eigenem Personal arbeiten

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Ein Sprecher des Innenministeriums verwies darauf, dass die externen Berater projektbezogen eingesetzt würden und man auch übergreifende Aufgaben für die gesamte Bundesregierung übernehme. Es sei aber erklärtes Ziel, mehr Aufgaben mit eigenem Personal bewältigen zu können.

Auch das Verkehrsministerium betonte, dass einige Aufgaben ohne externe Experten kaum fristgerecht zu erfüllen seien. Als Beispiel nannte ein Sprecher den Aufbau einer zentralen Autobahn-Verwaltung des Bundes.

Das Engagement von Unternehmensberatern und anderen Experten von außen durch die Bundesregierung ist hoch umstritten. Kritiker meinen, dass der Einkauf von Sachverstand zu teuer und angesichts der mehr als 20.000 Mitarbeiter in den Ministerien auch nicht zwingend notwendig sei. Zudem wird zu großer Einfluss auf die Regierungsarbeit befürchtet.

RND/dpa

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