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Linke fordern Abschaffung von Minijobs - „Jede Arbeit muss sozialversicherungspflichtig sein“

Die Linke fordert die Abschaffung der Minijobs. (Symbolbild)

Berlin. Die Linke fordert die Abschaffung der Minijobs. „Jede Arbeit muss sozialversicherungspflichtig sein, ab der ersten Stunde“, sagte Bundesgeschäftsführer Jörg Schindler am Montag in Berlin. Mini- und Midi-Jobs müssten schrittweise in sozial abgesicherte Arbeitsverhältnisse überführt werden. Dazu sollten zunächst die Arbeitgeber die Sozialabgaben allein übernehmen. Bei steigender Lohnsumme sollten sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Abgaben teilen.

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Schindler bezog sich auf die Ankündigung der Ampel-Koalition, im Oktober die Verdienstgrenze bei Minijobs von 450 auf 520 Euro anzuheben - also zeitgleich mit der Erhöhung des Mindestlohns auf zwölf Euro. Das sei „ein vergiftetes Geschenk“, sagte der Linken-Politiker. Minijobs seien kein Sprungbrett in reguläre Arbeitsverhältnisse, sondern verdrängten diese und führten mangels Ansprüchen an die Renten- und Arbeitslosenversicherung in die Altersarmut. „Das ist ein sozialpolitischer Skandal, das ist eine Lücke, die wir schließen müssen“, sagte Schindler.

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Auch Gewerkschaftler hatten die Anhebung der Verdienstgrenze am Wochenende kritisiert und die Befürchtung geäußert, dass Minijobs immer mehr reguläre Arbeitsverhältnisse verdrängen.

Der stellvertretende FDP-Fraktionschef Lukas Köhler hielt dagegen. „Für Schüler, Studenten oder Rentner ist ein Minijob keine prekäre Beschäftigung, sondern die ideale Möglichkeit, sich etwas hinzuzuverdienen“, erklärte Köhler am Montag in Berlin. „Die höhere Minijobgrenze ist für viele die einzige Chance, vom steigenden Mindestlohn auch finanziell zu profitieren.“

RND/dpa

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