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Angesichts der Erhöhung des Mindestlohns

Behindertenverband fordert 500-Euro-Monatsgehalt für Beschäftigte in Behindertenwerkstätten

Die soziale Arbeitsstätte Altenoythe in Niedersachsen.

Die soziale Arbeitsstätte Altenoythe in Niedersachsen.

Berlin. Der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland hat mit Blick auf die gesetzliche Mindestlohnerhöhung auch ein höheres Entgelt für Beschäftigte in Behindertenwerkstätten gefordert. „Der Lohn für Behinderte in Werkstätten muss dringend auf mindestens 500 Euro im Monat erhöht werden“, sagte der Vorsitzende Marcus Graubner dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Aktuell verdienen Menschen in Behindertenwerkstätten durchschnittlich 160 Euro pro Monat.“

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Graubner lenkte den Blick auf die Energiekrise: „Das ist viel zu wenig, besonders in Zeiten von Inflation und Energiepreissteigerungen. Bei der Arbeit in den Werkstätten muss es auch um Selbstbestimmung und die Erziehung zur Selbstständigkeit gehen“, betonte er. „Dafür sind auch Entgelte notwendig, die beim Bestreiten des Alltags unterstützen.“

Bisherige Untergrenze beträgt 109 Euro

Behinderte, die in Werkstätten arbeiten, haben keinen Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn, der zum 1. Oktober auf 12 Euro steigt. Sie erhalten von den Werkstätten mindestens 109 Euro pro Monat, hinzu kommt ein Steigerungsbetrag – beides wird aus der Erwirtschaftung der Werkstatt finanziert. Zudem bekommen sie ein steuerfinanziertes Arbeitsförderungsgeld von 52 Euro. Viele erhalten dazu Rente oder Grundsicherung.

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Änderung ab 1. Oktober: Wer profitiert von der Erhöhung des Mindestlohns?

Millionen Menschen in Deutschland verdienen weniger als 12 Euro pro Stunde. Am Samstag wird die neue Lohnuntergrenze gezogen.

Die Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag vorgenommen, das Angebot von Werkstätten für behinderte Menschen „stärker auf die Integration sowie die Begleitung von Beschäftigungsverhältnissen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt“ auszurichten.

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