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Militärtransporter A400M erst ab 2022 in Kampfgebieten einsetzbar

Die Bundeswehr kann das neue Transportflugzeug A400M frühestens 2022 in Kampfgebieten einsetzen. Verantwortlich dafür ist mangelnde Schutztechnik.

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Berlin. „Beim Projekt DIRCM besteht […] keine weitere Möglichkeit, beschleunigend einzuwirken. Aus heutiger Sicht wird der Zulauf des ersten Serienflugzeugs der Bundeswehr mit DIRCM im Jahr 2022 erwartet“, heißt es in einem Schreiben von Verteidigungsstaatssekretär Peter Tauber (CDU) an den Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages vom 7.8.18, das dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

DIRCM ist ein lasergesteuertes Selbstschutzsystem zur Abwehr von Flugabwehrraketen. Die Bundeswehr will insgesamt 24 dieser Systeme anschaffen. 2014 hieß es aus dem Verteidigungsministerium, das System befinde sich „in der Endphase der Entwicklung“. Laut Klarstandbericht vom vergangenen März sollte der A400M eigentlich bereits 2021 voll einsatzfähig sein. Schon dies hätte eine Verzögerung von 139 Monaten und Mehrkosten von knapp 1,5 Milliarden Euro bedeutet.

Scharfe Kritik kommt dazu von der Linken-Vizefraktionschefin und Rüstungsexpertin Sevim Dagdelen: „Der Pannenflieger A400M bleibt für den Steuerzahler ein Fiasko. Selbst die nur acht einsatzbereiten Airbus-Maschinen der Bundeswehr erfüllen nicht einmal die wesentliche Voraussetzung zum Betrieb unter Bedrohung. Diese abenteuerlichen Beschaffungen wären bei einer Armee, die gemäß Grundgesetz auf Territorialverteidigung ausgerichtet ist, schlicht überflüssig und das viele Geld könnte man sinnvollerweise in die Bildung und gegen den Pflegenotstand oder die Wohnungsnot investieren.“

Von Jörg Köpke/RND

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