• Startseite
  • Politik
  • Militärische Aktivitäten in der Arktis: USA beobachten Russland „sehr genau“

Militärische Aktivitäten in der Arktis: USA beobachten Russland „sehr genau“

  • In den vergangenen Tagen haben Berichte über russische Waffentests und Satellitenaufnahmen von neuen Stützpunkten in der Arktis die Runde gemacht.
  • Den USA sind diese Aktivitäten nicht verborgen geblieben.
  • „Niemand hat ein Interesse daran, dass die Arktis militarisiert wird“, sagt Pentagon-Sprecher John Kirby.
Anzeige
Anzeige

Washington. Russlands militärische Aktivitäten in der Arktis bleiben nach Angaben von Pentagon-Sprecher John Kirby in Washington nicht unbeachtet. „Natürlich beobachten wir das sehr genau“, sagte Kirby am Montag bei einer Pressekonferenz.

Eine Reporterin hatte ihn gefragt, wie besorgt das Verteidigungsministerium angesichts von Berichten über Waffentests und Satellitenaufnahmen von neuen Stützpunkten Russlands sei.

Anzeige

„Niemand hat ein Interesse daran, dass die Arktis militarisiert wird“, sagte Kirby. Die USA hätten nationale Sicherheitsinteressen in der Arktis - die Region sei entscheidend für die Landesverteidigung und „potenzieller strategischer Korridor“ zwischen dem Indo-Pazifik, Europa und den Vereinigten Staaten.

Gewaltige Mengen an Öl und Gas

Die Arktis ist für alle angrenzenden Staaten von strategischer Bedeutung und das nicht nur aus militärischer Sicht. Dort werden gewaltige Mengen an Öl und Gas vermutet. Wegen der wertvollen Bodenschätze gibt es immer wieder territoriale Streitigkeiten.

Video
Polarforscher warnen: Arktis-Eis schmilzt dramatisch
1:15 min
Das Forschungsschiff „Polarstern“ war mehr als ein Jahr unterwegs auf seiner Reise durch die Arktis. Nun ist es zurück - mit dramatischen Ergebnissen.  © Reuters
Anzeige

Die russische Marine hatte Ende März mit atomar betriebenen U-Booten bei einer Übung meterdickes Eis in der Arktis durchbrochen - und damit Präsenz in der Region demonstriert. „Russland renoviert Flugplätze und Radaranlagen aus der Sowjet-Ära, baut neue Häfen und Such- und Rettungszentren“, zitierte der US-Sender CNN am Montag Pentagon-Sprecher Thomas Campbell in einem Bericht.

Zudem baue Russland seine Flotte von nuklear und konventionell betriebenen Eisbrechern aus und stärke die Fähigkeiten zur Abwehr von Angriffen und zur Gebietsverteidigung über wichtige Teile der Arktis.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen