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Migrationsminister: Flüchtlingslager auf Lesbos jetzt weitgehend winterfest

  • Die Zustände in den Flüchtlingslagern auf der Ägäis-Insel Lesbos sind berüchtigt.
  • Das Lager bei Kara Tepe erfülle nun die Anforderungen und sei weitgehend winterfest, sagt der griechische Migrationsminister Notis Mitarakis.
  • Illegale Zurückweisungen von Flüchtlingen auf dem Meer streitet er ab.
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Athen/Berlin. Das Flüchtlingslager bei Kara Tepe auf der griechischen Insel Lesbos ist nach Angaben des griechischen Migrationsministers Notis Mitarakis mittlerweile weitgehend winterfest. „Wir erfüllen jetzt die Anforderungen, beispielsweise was die Ausstattung mit Toiletten und Duschen betrifft“, sagte Mitarakis im Interview mit „Zeit Online“. Das Lager nach dem Brand und der Zerstörung des alten Flüchtlingslagers Moria auszubauen, während schon Menschen dort lebten, sei schwer gewesen.

„Unser Plan ist es, fünf neue, moderne Lager auf den Inseln zu bauen, damit die Zustände im nächsten Winter besser sind“, sagte Mitarakis weiter. Allerdings könne man auch kein Aufnahmesystem für beliebig viele Menschen schaffen. Derzeit lebten auf den Inseln noch 15.000 Flüchtlinge und Migranten.

Mitarakis bestreitet illegale Pushbacks

Auf die Frage nach illegalen Pushbacks - der Zurückdrängung von Migranten etwa auf dem Meer - sagte Mitarakis, eine Arbeitsgruppe der Europäischen Grenzschutzagentur Frontex habe keine illegalen Praktiken festgestellt. „Wie jedes Land haben wir das Recht und die Pflicht, unsere Grenzen zu schützen. Wir tun das in Einklang mit den europäischen Vorschriften und dem Völkerrecht.“

RND/dpa

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