Migration via Belarus: Verteidigungsminister des Baltikums warnen vor militärischem Konflikt

Ein litauischer Grenzschützer steht an der litauisch-belarussischen Grenze.

Ein litauischer Grenzschützer steht an der litauisch-belarussischen Grenze.

Tallinn/Riga/Vilnius. Die Verteidigungsminister der baltischen Staaten haben vor einer möglichen Ausweitung des Konflikts an der östlichen EU-Außengrenze gewarnt.

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„Große Gruppen von Menschen werden zusammengebracht und ins Grenzgebiet transportiert, wo sie dann zum illegalen Grenzübertritt gezwungen werden. Dies erhöht die Möglichkeit von Provokationen und schwerwiegenden Vorfällen, die auch auf den militärischen Bereich übergreifen könnten“, schrieben Kalle Laanet (Estland), Artis Pabriks (Lettland) und Arvydas Anusauskas (Litauen) am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung. Darin verurteilten sie die „bewusste Eskalation des anhaltenden hybriden Angriffs des belarussischen Regimes“.

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In ihrer Erklärung riefen die baltischen Verteidigungsminister zur Geschlossenheit auf und appellierten an die Solidarität der anderen EU-Staaten. „Wir rufen besonders die EU dazu auf, ihre praktische Unterstützung zur Verbesserung der Sicherheit an ihren Außengrenzen zu verstärken“. Zugleich betonten sie die Bereitschaft ihrer Länder, Polen auch auf bilateraler Basis zu helfen.

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Die Lage an der östlichen EU-Außengrenze hat sich seit Wochenbeginn dramatisch verschlechtert, als Tausende Migranten sich von belarussischer Seite aus auf den Weg in Richtung EU machten. Mehrfach versuchten größere Gruppen laut polnischen Behördenangaben vergeblich, die Zaunanlage zu durchbrechen, mit der Polen sie von einem Grenzübertritt abhalten will.

RND/dpa