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Über Belarus: Brandenburg rechnet im Oktober mit mehr als 3000 Menschen

Zwei Asylsuchende in der Erst­aufnahme­einrichtung Eisenhüttenstadt sitzen auf einer Bank. In Brandenburg und Sachsen füllen sich die Aufnahme­einrichtungen mit Menschen, die aus Irak, Syrien oder Afghanistan über Belarus, Polen und das Baltikum nach Deutschl­and kommen.

Eisenhüttenstadt/Potsdam.Der Leiter der Zentralen Ausländerbehörde in Eisen­hütten­stadt rechnet im Oktober mit mehr als 3000 geflüchteten Menschen, die unerlaubt über Belarus und die polnische Grenze nach Brandenburg kommen. „Wir haben einen enormen Zulauf“, sagte Olaf Jansen am Donnerstag im RBB-Inforadio. In diesem Monat seien bereits 1600 Menschen angekommen. Die Unterbringung und medizinische Versorgung klappe bisher gut. Die Unter­stützung der Kommunen in Brandenburg sei „großartig“, sagte Jansen dem Sender. Dort würden viele freie Plätze gemeldet, auch für Familien. „Das war nicht immer so“, sagte Jansen. 800 Menschen seien bereits in andere Bundes­länder weiter­geleitet worden.

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Nicht alle Geflüchteten wollten in Deutschland bleiben, ergänzte Jansen. Sie gäben Frankreich, die Niederlande oder Skandinavien als Ziele an. Er sehe nur eine außen­politische Lösung mit Blick auf diese Fluchtroute und einem augen­scheinlich professio­nalisierten Schleppertum an der Grenze zu Belarus.

Seit August mehr als 4300 Personen unerlaubt eingereist

Auf dieser Route sind nach Angaben der Bundespolizei seit August bereits mehr als 4300 Menschen unerlaubt nach Deutschland eingereist. Sie stammten vorrangig aus dem Irak sowie aus Syrien, Jemen und dem Iran, erklärte die Bundes­polizei. Betroffen seien vor allem Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern.

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Brandenburg beherbergt in seinen Asyl­zentren nach Jansens Angaben zurzeit rund 2600 Menschen an verschiedenen Standorten. Die übliche Kapazität von 3500 Plätzen sei mittels beheizter Zelte kurzfristig auf 4600 aufgestockt worden, sagte Jansen. Wahrscheinlich werde man auf 5000 Plätze hochgehen. Überfüllt seien die Einrichtungen aber nicht.

Offenbar erneut tote Person im Grenz­gebiet

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hatte im Mai als Reaktion auf verschärfte Sanktionen der Europä­ischen Union angekündigt, Migranten nicht mehr an der Weiter­reise nach Polen und ins Baltikum zu hindern. Die EU beschuldigt Lukaschenko, Menschen in organisierter Form aus Krisen­regionen an die EU-Außen­grenze zu bringen. Polen, Lettland und Litauen haben die Grenz­sicherung verschärft.

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Derweil ist offenbar an der polnisch-bela­russischen Grenze erneut eine tote Person aufgetaucht. Wie der Welt-Korrespondent Philipp Fritz auf Twitter berichtet, handelt es sich um einen 24-jährigen Syrer. Zuletzt waren bereits drei tote Migranten im polnischen Grenz­gebiet gefunden worden.

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RND/dpa

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