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  • Migranten auf dem Weg nach Lesbos: Schwimmende Barrieren laut griechischer Küstenwache nutzlos

Schwimmende Barrieren gegen Zuwanderung vor Lesbos wohl nutzlos

  • Schwimmende Barrieren, die Migranten von der Reise aus der Türkei nach Lesbos abhalten sollen?
  • Laut der griechischen Küstenwache sind diese Installationen wohl nutzlos.
  • Sie seien eher Wegweiser und würden Schleusern und Migranten eher helfen.
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Lesbos. Schwimmende Barrieren, die Migranten daran hindern sollen, von der Türkei nach Lesbos überzusetzen, wird es wohl nicht geben. Die griechische Küstenwache habe die Kunststoffbarrieren als nutzlos bewertet, berichtete am Freitag die Athener Zeitung “Kathimerini” unter Berufung auf Kreise der Küstenwache in Piräus.

Die Installation würde Gefahren für die Schifffahrt erzeugen. Zudem könnte sie den Schleusern als eine Art “Wegweiser” dienen und die Migranten könnten sich auf diesen Barrieren festhalten. Dann wäre die griechische Küstenwache gezwungen, sie zu retten und nach Griechenland zu bringen, befanden Offiziere der Küstenwache dem Blatt zufolge.

Athen hat seit März scharfe Überwachungsmaßnahmen entlang der gesamten Grenze zur Türkei eingerichtet. Sie sind eine Folge der Politik des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Dieser hatte im März die Grenze zu Griechenland und damit zur EU für Migranten für offen erklärt. Daraufhin machten sich Tausende Menschen auf dem Weg gen Westen. Die griechischen Sicherheitskräfte hatten damals Übertritte verhindert.

Athen kontrolliert mit starken Einheiten der Küstenwache auch die Seegrenzen zur Türkei. Migrationsminister Notis Mitarakis sagt immer wieder, die Regierung in Athen sei von der Verfassung dazu verpflichtet, die Grenzen des Landes und der EU auch im Meer zu schützen: “Wir können kein offenes Feld ohne Grenzen sein.” Menschenrechtler kritisieren dieses Vorgehen als “Pushback” (Zurückweisung).

RND/dpa

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