Merkel bittet Putin um Hilfe: Vorgehen von Belarus unmenschlich und vollkommen inakzeptabel

Im Streit um Migranten an der Grenze zwischen Belarus und EU-Mitglied Polen setzt die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel auf den Einfluss Russlands

Bundeskanzlerin Merkel hat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zur aktuellen Lage in der Grenzregion zwischen Polen und Belarus telefoniert. Darüber informierte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch. Die Kanzlerin habe unterstrichen, dass die Instrumentalisierung von Migranten gegen die Europäische Union durch das belarussische Regime unmenschlich und vollkommen inakzeptabel sei und bat den russischen Präsidenten, auf das Regime in Minsk einzuwirken.

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Bis zu 4000 Migranten im Grenzgebiet

Am Montag waren polnischen Angaben zufolge Tausende Menschen – viele aus Krisengebieten wie Afghanistan und Irak – von belarussischer Seite aus in Richtung polnischer Grenze gelaufen. Größere Gruppen versuchten, die Zaunanlage zu durchbrechen. Laut polnischen Behörden hielten sich 3000 bis 4000 Migranten im Grenzgebiet auf.

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Mehrere Migranten durchbrechen Grenze von Belarus nach Polen
dpatopbilder - 09.11.2021, Belarus, Grodno: Polnische Polizisten und Grenzsch��tzer stehen am Stacheldraht, w��hrend sich Migranten aus dem Nahen Osten und anderen L��ndern auf den Weg  machen an der belorussisch-polnischen Grenze in der N��he von Grodno Grodno, Belarus. Zwei gr����ere Gruppen von Fl��chtlingen haben auf ihrem erhofften Weg in die EU einem polnischen Medienbericht zufolge die Grenze von Belarus nach Polen durchbrochen. Mehreren Dutzend Migranten sei es gelungen, Z��une in der N��he der D��rfer Krynki und Bialowieza zu zerst��ren und die Grenze zu passieren. Foto: Leonid Shcheglov/BelTA/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Mehreren Dutzend Migranten ist es gelungen, die Grenze von Belarus nach Polen zu durchbrechen. Einige von ihnen seien nach Belarus zurückgebracht worden.

Die polnische Regierung und die EU werfen dem autoritären belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko vor, gezielt Menschen aus Krisenregionen einfliegen zu lassen, um sie dann in die EU zu schleusen. Ein Großteil der Migranten und Flüchtlinge will nach Deutschland. Lukaschenko hatte angekündigt, die Menschen auf ihrem Weg nach Europa nicht länger aufzuhalten – als Reaktion auf westliche Sanktionen gegen Belarus.