Merkel bittet Putin um Hilfe: Vorgehen von Belarus unmenschlich und vollkommen inakzeptabel
Im Streit um Migranten an der Grenze zwischen Belarus und EU-Mitglied Polen setzt die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel auf den Einfluss Russlands
Quelle: Reuters
Bundeskanzlerin Merkel hat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zur aktuellen Lage in der Grenzregion zwischen Polen und Belarus telefoniert. Darüber informierte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch. Die Kanzlerin habe unterstrichen, dass die Instrumentalisierung von Migranten gegen die Europäische Union durch das belarussische Regime unmenschlich und vollkommen inakzeptabel sei und bat den russischen Präsidenten, auf das Regime in Minsk einzuwirken.
Bis zu 4000 Migranten im Grenzgebiet
Am Montag waren polnischen Angaben zufolge Tausende Menschen – viele aus Krisengebieten wie Afghanistan und Irak – von belarussischer Seite aus in Richtung polnischer Grenze gelaufen. Größere Gruppen versuchten, die Zaunanlage zu durchbrechen. Laut polnischen Behörden hielten sich 3000 bis 4000 Migranten im Grenzgebiet auf.
Mehrere Migranten durchbrechen Grenze von Belarus nach Polen
Mehreren Dutzend Migranten ist es gelungen, die Grenze von Belarus nach Polen zu durchbrechen. Einige von ihnen seien nach Belarus zurückgebracht worden.
Quelle: dpa
Die polnische Regierung und die EU werfen dem autoritären belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko vor, gezielt Menschen aus Krisenregionen einfliegen zu lassen, um sie dann in die EU zu schleusen. Ein Großteil der Migranten und Flüchtlinge will nach Deutschland. Lukaschenko hatte angekündigt, die Menschen auf ihrem Weg nach Europa nicht länger aufzuhalten – als Reaktion auf westliche Sanktionen gegen Belarus.













