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Chef des DDR-Opferverbandes kritisiert Kretschmer-Forderung nach Mauerbau zu Belarus

Dieter Dombrowski (mit Krawatte) bei einer Führung durch das Menschenrechtszentrum Cottbus.

Dieter Dombrowski (mit Krawatte) bei einer Führung durch das Menschenrechtszentrum Cottbus.

Berlin. Der Vorsitzende der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG), Dieter Dombrowski, hat die jüngste Äußerung des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) kritisiert, wonach man an der Grenze zu Belarus Zäune und Mauern bauen müsse, um Flüchtlinge von der Europäischen Union fernzuhalten. „Mauern und Stacheldraht haben noch nie jemanden abgehalten, seinen Weg in die Freiheit zu suchen“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

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„Zielführender wäre es, Diktatoren wie Lukaschenko wirksam in die Schranken zu weisen und darüber nicht immer nur zu schwadronieren.“ Bisher richteten sich westliche Sanktionen allein gegen Untergebene Alexander Lukaschenkos, beklagte Dombrowski. „An den Diktator selbst haben sie sich ja nicht ran getraut.“

Dombrowski gehört wie Kretschmer der CDU an, saß zu DDR-Zeiten aus politischen Gründen in Haft und übersiedelte später in den Westen.

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Kretschmer forderte Zäune und Mauern

Kretschmer hatte bei einem Besuch in Brüssel gesagt, befestigte Grenzanlagen seien ein wirksames Mittel, um den Andrang von Flüchtlingen an der EU-Außengrenze zu Belarus in den Griff zu bekommen. „Wir brauchen Zäune, und wir brauchen vermutlich auch Mauern“, sagte er am Dienstag und fügte hinzu: „Niemand hat Interesse an Mauern, aber jetzt geht es darum, dass die Europäische Union ihre Wehrhaftigkeit beweist.“

Der Regierungschef hatte zuvor mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) gesprochen. Dabei soll es auch um die Flüchtlinge gegangen sein, die über Belarus und Polen nach Deutschland kommen.

Am bevorstehenden 9. November jährt sich der Fall der Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland zum 32. Mal. Sie sollte ebenfalls Flüchtlinge abhalten.

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