• Startseite
  • Politik
  • Mexiko: Bürgermeister erschossen - Gewaltwelle gegen Politiker reißt nicht ab

Gewaltwelle gegen Politiker in Mexiko reißt nicht ab: Bürgermeister erschossen

  • Die massive Gewaltwelle gegen Politiker in Mexiko geht auch nach den Wahlen weiter.
  • Ein Bürgermeister ist vor seinem Haus im Beisein seines Sohnes erschossen worden.
  • Seit Beginn des Wahlkampfes sind über 100 Politiker getötet worden.
Anzeige
Anzeige

Zapotlán de Juárez. Auch knapp eine Woche nach den Wahlen in Mexiko reißt die Gewalt gegen Politiker nicht ab. Der Bürgermeister der Stadt Zapotlán de Juárez, Manuel Aguilar, wurde am Donnerstagabend (Ortszeit) getötet, wie die Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaates Hidalgo mitteilte. Medienberichten zufolge erschossen ihn Unbekannte vor seinem Haus, als er gerade mit seinem Sohn heimkehrte. Der Politiker der Zentrumspartei Movimiento Ciudadano (Bürgerbewegung) war erst seit Dezember Bürgermeister der kleinen zentralmexikanischen Stadt gewesen. Zu möglichen Festnahmen gab es keine Angaben.

Am Sonntag hatten in Mexiko Wahlen stattgefunden, bei denen es um mehr als 20.000 Ämter ging - die meisten davon auf Gemeindeebene, darunter fast 2000 Bürgermeisterposten. Seit dem offiziellen Beginn des Wahlkampfs im September waren nach Zahlen der Beraterfirma Etellekt 100 Politiker getötet worden, darunter 36 Kandidaten.

Dahinter werden meist kriminelle Gruppen vermutet, die miteinander um Einfluss über oft korrupte staatliche Institutionen konkurrieren. Laut Etellekt wurden seit dem Jahr 2000 in Mexiko 90 Bürgermeister umgebracht. Aufgeklärt werden solche Verbrechen selten.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen