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Mesut Özil: „Berg-Karabach ist als Teil Aserbaidschans anerkannt“

  • Der deutsche Fußballspieler Mesut Özil hat sich zu den Konflikten um die Kaukasusregion Berg-Karabach geäußert.
  • Er appellierte daran, eine UN-Resolution von 2008 anzuerkennen, in der die Region als Teil Aserbaidschans eingeordnet werde.
  • Özil rief dazu auf, sich für Frieden in der Region einzusetzen.
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Berlin. Der Fußballspieler Mesut Özil hat sich auf Twitter zu den Kämpfen zwischen Aserbaidschan und Armenien um die Kaukasusregion Berg-Karabach positioniert. „Die Region Berg-Karabach ist rechtmäßig und international anerkannt als Teil Aserbaidschans, jedoch zur Zeit illegal besetzt“, schrieb er am Dienstagabend auf Twitter.

Özil bezieht sich auf eine Resolution der UN-Vollversammlung von März 2008, in der Armenien zu einem „sofortigen und vollständigen Abzug der Truppen aus den besetzten aserbaidschanischen Gebieten“ aufgefordert wurde.

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„Ich dränge darauf, dass die Entscheidung der Vollversammlung von allen befolgt und anerkannt wird“, schrieb Özil. Er teile die Befürchtung der UN, dass der bewaffnete Konflikt in Berg-Karabach internationalen Frieden und Sicherheit gefährde.

„Lasst uns für Frieden sorgen und für eine faire Zukunft arbeiten, und zwar eine ohne Gewalt. Jeder Tod auf einer der beiden Seiten ist ein Verlust für alle.“ In seinem Beitrag zeigte er die Flaggen der Türkei und Aserbaidschans.

Schwersten Kämpfe seit 1994

Am 27. September waren in der Region, in der mehrheitlich Armenier wohnen, die schwersten Kämpfe seit dem 1994 mit einem Waffenstillstand beendeten Krieg ausgebrochen. Russland hat ein Sicherheitsabkommen mit Armenien, aber auch enge Beziehungen zu Aserbaidschan. Beide Länder sind ehemalige Sowjetrepubliken.

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Lage in Bergkarabach spitzt sich wieder zu
1:39 min
Eigentlich hatten Armenien und Aserbaidschan am Samstag eine Waffenruhe vereinbart.  © Reuters

Eine von Russland vermittelte Waffenruhe hält nicht an: Armenien und Aserbaidschan warfen sich am Montag erneut gegenseitig vor, Angriffe ausgeführt zu haben.

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Minsker-Gruppe lehnte Resolution ab

Die UN-Resolution, auf die sich Özil bezieht, wurde mit 39 gegen sieben Stimmen verabschiedet, es gab 100 Enthaltungen. Die drei Mitgliedsstaaten der Minsker-Gruppe der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), also Russland, USA und Frankreich, lehnten die Resolution ab.

Die Gruppe war 1992 gegründet worden, um eine friedliche, verhandelte Lösung des Konflikts zwischen Aserbaidschan und Armenien um Berg-Karabach zu fördern.

RND/lhen

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