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Merz zu Kanzlerkandidatur: Gute Argumente für spätere Entscheidung

  • Am 16. Januar will die CDU über ihren neuen Parteichef auf einem Online-Parteitag entscheiden.
  • Aber wie geht es weiter mit der Kanzlerkandidatur der Union?
  • Friedrich Merz ist zwar “eher der Meinung, wir sollten das bald entscheiden”, zeigt sich aber im Grundsatz offen für eine spätere Entscheidung.
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Berlin. Friedrich Merz, Kandidat für den CDU-Vorsitz, hat sich im Grundsatz offen für eine spätere Entscheidung über die Kanzlerkandidatur der Union gezeigt. Er sei zwar “eher der Meinung, wir sollten das bald entscheiden”, sagte Merz der Nachrichtenagentur dpa in Berlin.

“Aber es gibt auch gute Argumente zu sagen, wir sollten das gemeinsam mit der CSU zu einem etwas späteren Zeitpunkt machen.” Er werde nach einer Wahl zum CDU-Vorsitzenden in Ruhe mit dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder über den Zeitplan zur Kandidatenkür reden.

Die entscheidende Frage sei: “Wie weit sind wir eigentlich inhaltlich und konzeptionell in unserer Arbeit?” CDU und CSU müssten gemeinsam personell und inhaltlich in den Bundestagswahlkampf gehen. Die Union stehe vor einem sehr harten Wahlkampf. “Deswegen steht über allem die Überschrift: Was ist die optimale Aufstellung, sowohl personell als auch inhaltlich für beide Parteien – CDU und CSU.”

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Merz kandidiert auf dem CDU-Online-Parteitag am 16. Januar für die Nachfolge von Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer. Auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und der Außenpolitiker Norbert Röttgen wollen Parteivorsitzende werden.

Dobrindt: Kür des Unions-Kanzlerkandidaten nach März-Landtagswahlen

“Ich kann mir vorstellen, dass wir nach den Landtagswahlen im März über die Frage entscheiden, wer die Unionsparteien in die Bundestagswahl führt. Man sollte jetzt dem Hang zur Eile widerstehen können und den Mut zur Sorgfalt haben”, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt der dpa.

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Hessens Ministerpräsident und CDU-Bundesvize Volker Bouffier hatte sich dagegen kürzlich für eine schnelle Kür des Kanzlerkandidaten nach der Wahl des neuen CDU-Vorsitzenden ausgesprochen.

Am 14. März gibt es in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz Landtagswahlen. Gehen diese für die CDU verloren, fürchten manche in der Union, dies könne für den neuen CDU-Vorsitzenden eine Bürde im Bundestagswahlkampf sein.

In Umfragen liegt derzeit in der Regel bei der Frage des Unions-Kanzlerkandidaten CSU-Chef Markus Söder vor den Kandidaten für den CDU-Vorsitz.

RND/dpa

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