Merkel: Unser Herz schlägt mit den Demonstranten in Belarus

  • In einer Sitzung der Unionsfraktion in Berlin hat sich Kanzlerin Merkel (CDU) am Dienstag auf die Seite der weißrussischen Demonstranten gestellt.
  • Man müsse genau überlegen, wie man ihnen helfen könne und nicht in Gefahr bringe.
  • Merkel nannte die Situation in Belarus außerordentlich bedrückend.
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Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat für eine überlegte Reaktion der Bundesregierung auf die Demonstrationen für einen Machtwechsel in Belarus (Weißrussland) geworben. “Wo unser Herz schlägt, das ist ja klar: Das schlägt mit den weißrussischen Demonstranten”, sagte Merkel am Dienstag nach Angaben von Teilnehmern in einer Sitzung der Unionsfraktion in Berlin.

Wie man den Demonstranten aber helfen könne, stehe auf einem anderen Blatt. Es müsse überlegt werden, wie man vernünftig und emotional klar agiere, aber dennoch so, dass man Menschen nicht noch mehr in Gefahr bringe.

Es gibt viele Wege

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Merkel nannte die Situation in Belarus außerordentlich bedrückend. Die Bundesregierung müsse immer wieder darüber beraten, wie geholfen werden könne - aber auch darüber, wo die Grenzen für Hilfe lägen. Es gehe um eine verantwortliche Unterstützung der Opposition - dazu gebe es viele Wege gebe.

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Merkel erinnerte demnach in diesem Zusammenhang auch an ihre Erfahrungen in der DDR, wo sie aufgewachsen ist. Dass sich die Bundesrepublik damals um DDR-Gefangene gekümmert und Ausreisen ermöglicht habe, sei eine unglaubliche Hilfe gewesen. Dass CDU und CSU nie aufgehört hätten, den DDR-Bürgern die deutsche Staatsbürgerschaft zu garantieren, sei damals eine "Lebensversicherung" gewesen, sagte die Kanzlerin.

RND/dpa

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