• Startseite
  • Politik
  • Merkel unterstützt Laschet: Kanzlerin für kurzen, einheitlichen Lockdown

Merkel unterstützt Laschet: Kanzlerin für kurzen, einheitlichen Lockdown

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel unterstützt Armin Laschets (CDU) Forderung nach einem neuen Lockdown.
  • Entscheidend sei dabei ein „gemeinsames, bundeseinheitliches Vorgehen“.
  • Die Ministerpräsidentenkonferenz will sie aber nicht vorziehen.
Anzeige
Anzeige

Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unterstützt die Forderung nach einem Lockdown zum Senken der Zahl der Corona-Infektionen und mahnt ein einheitliches Vorgehen der Länder an.

Video
Kampf gegen Corona-Pandemie: Spahn dringt auf bundesweit einheitliches Vorgehen
0:55 min
Mit Impfen und Tests sei die dritte Welle allein allerdings nicht mehr aufzuhalten, wichtig sei auch eine Reduzierung der Kontakte.

Jede Forderung nach einem kurzen, einheitlichen Lockdown sei richtig, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin auf die Frage, ob die Kanzlerin den Vorschlag von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) für einen „Brücken-Lockdown“ unterstützt.

Anzeige

Ein „gemeinsames, bundeseinheitliches Vorgehen wäre hier richtig“, sagte Demmer. Es gehe um gemeinsames Handeln. „Die Vielfalt der beschlossenen Regeln trägt im Moment nicht zur Sicherheit und zur Akzeptanz bei“, sagte sie.

Gleichzeitig erteilte die Bundesregierung Laschets Forderung nach einer vorgezogenen Ministerpräsidentenkonferenz eine Absage. Dafür gebe es „erkennbar keine Mehrheit“, sagte Demmer. Die Regierungschefs und -chefinnen wollen am Montag wieder beraten.

Laschet hatte am Ostermontag einen „Brücken-Lockdown“ gefordert. Er nannte einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen mit härteren Corona-Schutzmaßnahmen, bis die bundesweite Inzidenz die Zielmarke von 100 unterschreitet. Am Mittwoch meldete das Robert Koch-Institut eine Inzidenz von 110,1, wies dabei aber darauf hin, dass über die Ostertage viele Daten nicht gemeldet wurden.

Anzeige
Video
Nach Laschet-Vorstoß: Auch Bundesregierung für „kurzen einheitlichen Lockdown“
1:03 min
Die Bundesregierung ist für ein erneutes deutliches Herunterfahren des öffentlichen Lebens in Deutschland .  © dpa

Demmer sagte, die Datenbasis zu Neuinfektionen sei aktuell nicht gut. Eine deutliche Sprache spräche aber die Zahl der belegten Intensivbetten. Sie steige zu stark und viel zu schnell.

RND/epd

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen