Merkel und Laschet verteidigen Spahn intern gegen SPD-Angriffe

  • Im Streit um die Abgabe von angeblich weniger geprüfter Corona-Schutzmasken springen Bundeskanzlerin Angela Merkel und CDU-Chef Armin Laschet Jens Spahn zur Seite.
  • Der Gesundheitsminister war von der SPD scharf attackiert worden, wies die Vorwürfe jedoch zurück.
  • Laschet soll bei einer Beratung der Unions-Fraktion klare Worte an die SPD gerichtet haben.
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Berlin. Kanzlerin Angela Merkel und CDU-Chef Armin Laschet haben Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Streit um die Verteilung von angeblich weniger geprüften Corona-Schutzmasken gegen scharfe Attacken des Koalitionspartners SPD verteidigt.

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Spahn kritisiert SPD nach Schutzmaskenstreit
0:57 min
Im Streit um die Verteilung von angeblich weniger geprüften Corona-Schutzmasken zwischen Union und SPD hat Jens Spahn die SPD erneut kritisiert.  © dpa

„Alle sollten sich einfach mal an die Fakten halten“, sagte Merkel nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von Teilnehmern am Dienstag in Video-Beratungen der Unionsfraktion im Bundestag. Wer die Argumente von Spahn lese, wisse, wie die Fakten seien. Die Union solle in den Mittelpunkt rücken, was vom Gesundheitsministerium in der Corona-Pandemie geleistet worden sei.

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Laschet wies die Vorwürfe der SPD nach diesen Informationen in der Fraktion mit drastischen Worten zurück. Die Angriffe der SPD auf Spahn seien haltlos. Innerhalb einer Koalition so zu reden, sei „unerträglich“.

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Laschet: „Wenn ich 8 Prozent hätte, würde ich mal zwei, drei Tage gar nichts sagen“

Der Unions-Kanzlerkandidat wurde mit den Worten zitiert: „Wenn ich 8 Prozent hätte, würde ich mal zwei, drei Tage gar nichts sagen.“ Am SPD-Ergebnis bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sehe man: Die „Sauereien“ nutzten der SPD nichts.

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Laschet betonte demnach: „Wir machen einen fairen und sachlichen Wahlkampf.“ Der Vorgang sei der SPD seit Oktober 2020 bekannt - eine Woche vor der Landtagswahl sei das Thema dann herausgeholt worden. Dies zeige den Charakter der Leute, die so etwas machen würden.

Die CDU war bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am Sonntag nach dem vorläufigen Ergebnis auf 37,1 Prozent gekommen (2016: 29,8). Die SPD verzeichnete mit 8,4 Prozent ihr bisher schlechtestes Ergebnis im Land (10,6).

RND/dpa

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