Flugzeugdebatte um Merkel und AKK: Das sagt die Regierung

  • Nach der Verabschiedung des Klimapakets wollen Kanzlerin Merkel und Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer beide an die Ostküste der USA – und nehmen dafür unterschiedliche Flieger.
  • In den sozialen Medien entzündet sich daraufhin eine Debatte.
  • Das sagt nun die Regierung dazu.
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Berlin. Die eine will nach New York, die andere nach Washington. Während Kanzlerin Angela Merkel am UN-Klimagipfel in New York teilnehmen will, steht für Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ein Termin mit ihrem amerikanischen Pendant Mark Esper in Washington auf dem Plan. Und obwohl beide Städte an der US-Ostküste liegen, fliegen beide in getrennten Flugzeugen. Darüber berichtete zuerst „Bild am Sonntag“.

Nach der Verabschiedung des Klimapakets am Freitag kommt der Einsatz einer zusätzlichen Maschine in den sozialen Medien nicht gut an. Gerade in Zeiten, in denen intensiv darüber debattiert wird, wie der CO₂-Ausstoß gesenkt werden kann.

Sicherheitsregelungen sind offenbar nicht der Grund

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„Tolle Vorbilder“, schreibt etwa eine Userin auf Facebook. Ein anderer meint: „Ihr predigt Wasser und trinkt Wein.“

Wieder andere vermuten Sicherheitsbeschränkungen dahinter. So vermutet ein User, die Sache habe vielleicht einen tieferen Hintergrund. Zum Beispiel, dass ein Bundeskanzler und ein Verteidigungsminister wegen des Absturzrisikos nicht zusammen fliegen dürften.

Doch das ist offenbar nicht der Fall. Ein Sprecher der Bundesregierung sagte gegenüber RND.de: „Unterschiedliche Delegationsreisen werden unabhängig voneinander geplant.“ Ursprünglich war ja ohnehin angedacht, gemeinsam ein Flugzeug zu nutzen.

Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" hätte Kramp-Karrenbauer ihre Delegation zudem massiv zusammenkürzen müssen. Dann wäre offenbar nicht einmal für ihr engstes Führungsteam Platz gewesen. Doch die Blöße habe sie sich mit Blick auf die Amerikaner nicht geben wollen. Wo es sich doch noch dazu um ihren Antrittsbesuch handelt.

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Der verteidigungspolitische Sprecher der Grünen, Tobias Lindner, sagte indes dem „Spiegel“: „Der zusätzliche Flug ist nicht nur ökologisch unsinnig, sondern auch Steuergeldverschwendung.“

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Als Teil ihres Klimaschutzpakets hatte die Bundesregierung vergangenen Freitag beschlossen, die Luftverkehrsteuer für Starts von deutschen Flughäfen zum 1. Januar 2020 anzuheben.

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RND/cz