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Merkel über Corona: „Die Entwicklung ist extrem erfreulich“

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel blickt zuversichtlich auf den anstehenden Sommer.
  • „Er gibt uns viele Möglichkeiten, die wir lange nicht hatten“, sagt sie im Anschluss an die Ministerpräsidentenkonferenz.
  • Die CDU-Politikerin warnt allerdings eindringlich vor der gerade in Indien auftretenden Mutation des Coronavirus.
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Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) blickt optimistisch auf die stark sinkenden Corona-Zahlen in Deutschland. „Die Entwicklung ist extrem erfreulich“, sagte sie nach der regulären Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag in Berlin. „Wir können sagen, dass sich die Anstrengungen der vergangenen Monate gelohnt haben, dass sich Impferfolge einstellen, dass das Wetter seinen Beitrag leistet.“ Mit dem Blick auf den anstehenden Sommer ergänzte Merkel: „Er gibt uns viele Möglichkeiten, die wir lange nicht hatten.“

Gleichwohl warnte sie vor der zunächst in Indien vorgekommenen Mutation der Delta-Variante. „Wir dürfen nicht ver­ges­sen, dass Corona damit nicht verschwunden ist“, betonte die Kanzlerin. „Was uns Sorge macht, ist die sogenannte Delta-Variante, die sich in Großbritannien stark ausbreitet und dort zu exponentiellem Wachstum führt.“ Dies bestätige die Berechtigung der scharfen Einreisebeschränkungen für Großbritannien und Indien.

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„Jeder Tag, an dem wir eine geringe Nachweisbarkeit dieser Variante haben, ist ein guter Tag“, sagte Merkel. Derzeit liege der Anteil bei 2,5 Prozent und steige im Augenblick nur langsam.

Am Mittag hatten die Länderchefs per Videoschalte in ihrem Kreis verhandelt, am Nachmittag kam dann auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dazu. Die Corona-Pandemie sollte bei dem Treffen diesmal eigentlich nicht im Zentrum stehen. Auf der Tagesordnung standen vielmehr Themen wie der Stand der Digitalisierung der Verwaltung und die Energiewende in Deutschland.

Der wohl größte Streitpunkt bei der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) war frühzeitig abgeräumt: Ihren Streit über den Umgang mit Großveranstaltungen unter Corona-Bedingungen vertagten die Bundesländer. Eine Arbeitsgruppe auf Ebene der Staatskanzleichefs soll sich nun darüber verständigen, wie solche Veranstaltungen mit länderübergreifendem Charakter einheitlich geregelt werden könnten. Diese Arbeitsgruppe soll dann auch einen Beschluss fassen.

RND/tdi/dpa

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