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Vor Treffen mit Merkel: Thunberg beklagt fehlenden Willen zum Wandel

  • Am Donnerstag empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel vier Klimaaktivistinnen im Kanzleramt.
  • Auch Greta Thunberg und Luisa Neubauer nehmen an dem Treffen teil.
  • Sie beanstanden, dass sich die Welt noch immer in einem Zustand des Leugnens der Klimakrise befinde.
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Stockholm. Vor ihrem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel haben Klimaaktivistin Greta Thunberg und ihre Mitstreiterinnen Deutschland und Europa zu mehr Einsatz gegen die drohende Klimakatastrophe aufgerufen.

“Nach zwei Jahren der Schulstreiks befindet sich die Welt noch immer in einem Zustand des Leugnens der Klimakrise”, schrieben die 17-jährige Schwedin, die führende deutsche Klimaaktivistin Luisa Neubauer und die beiden Belgierinnen Anuna de Wever und Adélaïde Charliér in einem am Mittwoch veröffentlichten Meinungsbeitrag im “Guardian”. “Wir können so viele Treffen haben, wie wir wollen, aber der Wille zum Wandel ist nirgends in Sicht.”

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Schlaglicht auf die Klimakrise: Greta Thunberg meldet sich zu Wort
1:10 min
Die schwedische Klimaschützerin hatte zuvor einen offenen Brief an die politischen Entscheidungsträger in Europa unterzeichnet.  © Reuters
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Trotz etlicher Naturkatastrophen habe man immer noch nicht begonnen, die Klima- und Umweltkrise als eine Krise zu behandeln, monierten die Aktivistinnen. Der Abstand zwischen dem, was getan werden müsse, und dem, was tatsächlich getan werde, wachse unentwegt. “Tatsächlich haben wir zwei weitere Jahre durch politische Untätigkeit verloren.”

Meinungsaustausch im Kanzleramt

Deutschland hat derzeit die turnusmäßige EU-Ratspräsidentschaft inne. Gerade vor diesem Hintergrund müsse Merkel sich dem Klimanotfall stellen, hieß es in dem Beitrag weiter. “Europa hat eine Verantwortung zu handeln.” Dazu habe sich die EU im Pariser Weltklimaabkommen verpflichtet.

Die Kanzlerin empfängt die vier Klimaaktivistinnen am Donnerstag zu einem Meinungsaustausch im Bundeskanzleramt. Für Thunberg fällt das Treffen auf den zweijährigen Jahrestag ihres Klimaprotests, bei dem sie sich anfangs alleine vor den Reichstag in Stockholm gesetzt hatte, um die Politiker ihres Landes zu mehr Klimaschutz aufzufordern. Daraus ist letztlich die internationale Klimabewegung Fridays for Future entstanden.

RND/dpa

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