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Merkel richtet Botschaft an die Corona-Zweifler: “Was für ein Irrtum”

  • Die Bundeskanzlerin hat einen neuen Video-Podcast veröffentlicht.
  • Darin lobt sie erneut die Bundesbürger und macht Hoffnung auf weitere Lockerungen.
  • Gleichzeitig mahnt sie weiter "wachsam" zu bleiben.
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Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Bürger dazu aufgerufen, in der Corona-Krise weiter "mutig und wachsam" zu bleiben. Zugleich hob sie in ihrem am Samstag veröffentlichten Video-Podcast hervor, die überwältigende Mehrheit der Menschen in Deutschland habe sich in den ersten vier Monaten der Pandemie von "Vorsicht, Vernunft und Verantwortung für andere" leiten lassen. "Und so haben wir viel geschafft in diesen vier Monaten. Wir haben diese Prüfung bisher recht gut bestanden", betonte die Kanzlerin.

Merkel warnte zugleich davor, die Risiken zu unterschätzen. „Mancher glaubt jetzt, weil das große massenhafte Leid nicht eingetreten ist, sei auch die Gefahr wohl nie so groß gewesen. Was für ein Irrtum!“ Ein Blick in befreundete Länder zeige, was hätte passieren können.

Kanzlerin ruft weiter zur Rücksichtnahme auf

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Aus der steilen Infektionskurve des Anfangs sei inzwischen eine abgeflachte geworden. “Die tägliche Zahl der Neuinfektionen ist so, dass wir damit umgehen können”, sagte Merkel. “Es wäre schön, Ihnen jetzt sagen zu können: Das war’s, wir sind durch. Aber ohne wirksame Medikamente, ohne Impfstoff kann das noch niemand ernsthaft sagen”, sagte die Regierungschefin.

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Merkel zeigte sich zugleich froh darüber, dass das öffentliche und wirtschaftliche Leben in vielen Bereichen wieder in Gang gekommen sei. “Ich hoffe, wir können viele weitere Schritte machen, ohne die Infektionen wieder anzufachen. Wenn wir mutig und wachsam bleiben, könnte uns das gelingen”, sagte die Kanzlerin unter Verweis auf die Schutz- und Hygienekonzepte für Geschäfte, Büros, Restaurants, Schulen, Kitas, kulturelle Einrichtungen und Gottesdienste.

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“Freuen wir uns über alles, das jetzt wieder geht, und nutzen wir es. Aber seien wir dabei rücksichtsvoll, und respektieren wir das Schutzbedürfnis der Anderen”, sagte Merkel. Verglichen mit Ostern, als Gottesdienste wegen der Pandemie nicht möglich waren, sei man jetzt vor Pfingsten “in großen Schritten weitergekommen”: “Wer will, kann Pfingstgottesdienste besuchen, wenn auch ohne Gesang. Wir können einander vor allem wieder begegnen, eingeschränkt und im Abstand, aber immerhin.”

RND/epd

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