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Merkel mahnt Schutz der Artenvielfalt an: Verlust hat „katastrophale Auswirkungen“

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mahnt, mehr für den Schutz der globalen Artenvielfalt zu tun.
  • Es gebe nichts zu beschönigen. Es gebe nichts zu beschönigen.
  • Der Verlust habe „katastrophale Auswirkungen für uns alle weltweit“.
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Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat eine Trendwende weg von der Zerstörung der weltweiten Artenvielfalt angemahnt. „Es gibt nichts zu beschönigen. Der rasante Verlust an biologischer Vielfalt hat katastrophale Auswirkungen für uns alle weltweit“, sagte Merkel am Donnerstag zum Auftakt der nationalen Vorbereitung auf die Weltbiodiversitätskonferenz im chinesischen Kunming.

Merkel machte deutlich, dass die Konferenz, die aktuell für Oktober dieses Jahres geplant ist, konkrete Verbesserungen liefern müsse. Deutschland wolle sich dafür einsetzen, dem Artensterben bis 2030 Einhalt zu gebieten, sagte Merkel. „Daher drängen wir darauf, mindestens 30 Prozent der Erdoberfläche und mindestens 30 Prozent der Meere zu schützen“, erklärte die Kanzlerin.

Auch die G7-Staaten hätten sich zu dieser Zielmarke bekannt. „Das ist ein wichtiges Signal Richtung Kunming.“ Auf der UN-Konferenz werde es auch darum gehen, mehr private und öffentliche Mittel zu mobilisieren, um den Schutz von Tieren und Pflanzen auf der ganzen Welt zu verbessern.

Seit 2013 stelle Deutschland jährlich 500 Millionen Euro bereit, um Wälder und andere Ökosysteme zu erhalten, sagte Merkel.

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Die G7 hätten sich darauf verständigt, die internationale Finanzierung von Naturschutz zu erhöhen. Mehr Anstrengungen für den Klimaschutz müssten mit verstärktem Arten- und Naturschutz einhergehen, so der Appell der Bundeskanzlerin. Sie hoffe, dass die Weltgemeinschaft im Oktober in China „einen ambitionierten globalen Rahmen“ schaffen werde.

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Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) betonte die Bedeutung von Artenschutz für die Vorbeugung künftiger Pandemien. Die Gesundheit von Menschen, Tieren und Natur seien „untrennbar miteinander verbunden“, erklärte die Ministerin. Sie plädierte dafür, Subventionen, die die Artenvielfalt gefährden, abzuschaffen. Gleichzeitig müssten vorhandene Mittel noch effizienter genutzt werden, erklärte Schulze.

RND/dpa

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