Merkel würde Gespräch zwischen Westen und Iran begrüßen

  • Am Rande der UN-Vollversammlung hat sich Kanzlerin Angela Merkel mit US-Präsident Donald Trump sowie dem iranischen Präsidenten Hassan Ruhani getroffen.
  • Sie lehnt ein vom Iran gefordertes Ende der Sanktionen als Vorbedingung für ein Treffen zwischen dem Westen und Iran ab.
  • Gleichwohl hofft sie auf ein Gespräch.
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New York. Kanzlerin Angela Merkel glaubt nicht, dass iranische Forderungen nach einem Ende der Sanktionen als Vorbedingung für ein direktes Gespräch mit den USA und dem Westen umgesetzt werden können. "Ich würde es begrüßen natürlich, wenn es zu Gesprächen kommen würde zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und dem Iran", sagte Merkel am Dienstag nach Treffen mit US-Präsident Donald Trump und dem iranischen Präsidenten Hassan Ruhani am Rande der UN-Vollversammlung in New York. "Aber das wird sicherlich nicht so funktionieren, dass alle Sanktionen erstmal vom Tisch genommen werden und dann gibt es Gespräche. Ich glaube, das ist kein realistischer Angang."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU, r) und der US-amerikanische Präsident Donald Trump unterhalten sich am Rande der UN-Vollversammlung. © Quelle: Guido Bergmann/Bundesregierung/d

Kanzlerin Angela Merkel hat mit US-Präsident Donald Trump über den Atomkonflikt mit dem Iran sowie über Handelsfragen beraten. Das teilte ein deutscher Regierungssprecher am Dienstag in New York mit. Das Treffen am Rande der UN-Generalversammlung soll nicht ganz 30 Minuten gedauert haben. Im Anschluss traf sich die Kanzlerin auch mit dem iranischen Präsidenten Hassan Ruhani. Danach wollte sich die Kanzlerin öffentlich äußern.

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Während Trump in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung sanftere Töne anschlug, verschärften die Europäer ihren Kurs gegen Teheran. In einer gemeinsamen Erklärung machten auch Deutschland, Großbritannien und Frankreich den Iran für den Drohnenangriff auf zwei Raffinerien in Saudi-Arabien verantwortlich. Damit zeichnet sich eine Annäherung zwischen den seit Monaten in der Iran-Frage tief zerstrittenen Verbündeten auf beiden Seiten des Atlantiks ab.

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RND/dpa