• Startseite
  • Politik
  • Mehrheit der Deutschen für Bedürftigkeitsprüfung bei Grundrente

Mehrheit der Deutschen für Bedürftigkeitsprüfung bei Grundrente

  • Die Grundrente hat viele Fürsprecher: 80 Prozent der Deutschen wollen laut einer Allensbach-Umfrage ihre Einführung.
  • Gleichzeitig stellen sich demnach jedoch zwei Drittel gegen die SPD-Pläne, eine Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung zu schaffen.
  • Mehr als die Hälfte der Deutschen hält außerdem eine längere Lebensarbeitszeit für notwendig.
Anzeige
Anzeige

Berlin. 80 Prozent der Deutschen sind laut einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach für die Einführung einer Grundrente. Zwei Drittel fordern demnach jedoch, dass dies mit einer Bedürftigkeitsprüfung verknüpft wird. Das teilte die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) am Montag mit, die die Befragung in Auftrag gegeben hatte. Diese Meinung würde von Jungen wie Alten und auch von Anhängern der SPD vertreten. Die Sozialdemokraten hatten die Einführung einer Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung gefordert.

Fast 80 Prozent hätten außerdem Zweifel daran, dass die Renten in Zukunft gesichert sind. „Das ist ein fatales Signal. Die Bundesregierung muss dafür sorgen, dass die Menschen sich wieder auf ihre Rente verlassen können“, sagte INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr laut einer Pressemitteilung.

Lesen Sie auch: Grundrente: Das wollen die GroKo-Minister jetzt

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Mehr als die Hälfte hält längere Lebensarbeitszeit für notwendig

77 Prozent der Deutschen sind laut der Allensbach-Umfrage der Ansicht, der Staat müsse die Rentenkassen stärker mit Steuermitteln unterstützen, um die gesetzlichen Renten langfristig zu sichern.

51 Prozent halten demnach außerdem eine längere Lebensarbeitszeit für notwendig. 2014 hätten dem nur 36 Prozent zugestimmt. In ihrer Mitteilung zur Umfrage forderte auch die INSM eine „kontinuierliche Anpassung des Renteneintrittsalters an die steigende Lebenserwartung“. Länger zu arbeiten sei der sozialste, gerechteste und effektivste Weg, um die Renten stabil und Beiträge niedrig zu halten.

Pellengahr schlägt vor, mit einer „Gerechtigkeitsformel“ das Verhältnis von Arbeitszeit und Rentenzeit in Zukunft konstant zu halten. „Steigt die durchschnittliche Lebenserwartung um ein Jahr, wird dieses auf vier Monate länger Rente und acht Arbeitsmonate aufgeteilt.“

Anzeige

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ist eine von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie finanzierte Denkfabrik, die sich für wirtschaftsliberale Reformen einsetzt.

Weiterlesen: Keine schnelle Einigung bei Grundrente: GroKo hat sich verhakt

Anzeige

RND/fh