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Homeoffice: Hessen und Bayern wollen steuerliche Förderung

  • In der Corona-Krise sind viele Arbeitnehmer ins Homeoffice gewechselt.
  • Dies von der Steuer abzusetzen, ist bislang aber nicht möglich, wenn kein eigenes Arbeitszimmer vorhanden ist.
  • Nun wollen sich Hessen und Bayern dafür einsetzen, dass mehr Menschen das Homeoffice von der Steuer absetzen können.
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München/Wiesbaden. Hessen und Bayern wollen sich im Bundesrat dafür einsetzen, dass mehr Menschen ihr Homeoffice von der Steuer absetzen können. Insbesondere Bürger, die sich kein eigenes Arbeitszimmer einrichten können, sollen von der geplanten “Einfachvariante” profitieren, wie der bayerische Finanzminister Albert Füracker (CSU) und sein hessischer Kollege Michael Boddenberg (CDU) am Sonntag gemeinsam mitteilten.

Homeoffice: Zusatzkosten bei Einkommenssteuer geltend machen

Die Initiative, die sie in den Finanzausschuss des Bundesrates einbringen wollen, sieht vor, dass pro vollem Tag im Homeoffice ein Pauschalbetrag von fünf Euro als Werbungskosten angesetzt werden kann - maximal 600 Euro pro Jahr.

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Besondere Voraussetzungen in der Wohnung sind nach den Plänen der Finanzminister nicht notwendig. Sie wollten, "dass die Zusatzkosten durch Homeoffice unbürokratisch bei der Einkommensteuer geltend gemacht werden können", erklärten die Minister. Der Vorschlag trage "zur Steuervereinfachung bei" und könne "helfen, die in der gegenwärtigen Praxis häufigen Konflikte mit dem Finanzamt bei den Arbeitszimmerkosten zu befrieden".

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Studie zu Homeoffice: weniger Stress, mehr Produktivität
1:17 min
Weniger Stress, mehr Zeit für die Familie und sogar eine höhere Produktivität: Der Wechsel ins Homeoffice war für viele Arbeitnehmer eine positive Erfahrung.  © dpa

CSU will “Flexi-Woche” einführen

Es ist nicht der erste Vorstoß in diese Richtung. Unter anderem forderte bereits im Mai der FDP-Bundestagsabgeordnete Gerald Ullrich mehr Steuervorteile für die Arbeit daheim. “Homeoffice sollen alle steuerlich geltend machen können”, sagte der Politiker. Derzeit kann nur derjenige seinen Arbeitsplatz zu Hause steuerlich geltend machen, der dafür über ein eigenes Zimmer verfügt. “Dies geht jedoch an der Realität der meisten Arbeitnehmer vorbei”, bemängelte Ullrich.

Auch die CSU-Bundestagsabgeordneten gehen mit einer entsprechenden Forderung ins letzte Jahr dieser Legislaturperiode. Die Landesgruppe will Heimarbeitsplätze steuerlich ebenfalls fördern und eine "Flexi-Woche" einführen, bei der sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam auf flexible Arbeitszeiten einigen können.

RND/dpa

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