Mehr Erstimpfungen: Weil offen für Änderung der Impfstrategie

  • Es gibt Hinweise darauf, dass bereits die Erstimpfung gegen Corona einen guten Schutz bietet.
  • Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil zeigt sich deshalb offen für eine Abweichung vom bisherigen Impfschema.
  • Er spricht davon, dass zunächst möglichst viele Personen, die weniger gefährdet sind, die Erstimpfung erhalten könnten.
Anzeige
Anzeige

Hannover. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat sich angesichts der Hinweise darauf, dass schon die Erstimpfung gegen das Coronavirus einen guten Schutz bietet, zu einer Änderung der Impfstrategie bereit erklärt. „Ich bin auch offen dafür, bei den weniger gefährdeten Personen vom bisherigen Impfschema abzuweichen und zunächst so vielen Menschen wie möglich die Erstimpfung zu verabreichen“, sagte der SPD-Politiker der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitag-Ausgabe). Niedersachsen hatte für die Zweitimpfung Dosen auch mangels Vertrauens in die Zuverlässigkeit der Impfstofflieferungen lange strikt zurückgehalten.

In der Debatte um Öffnungsperspektiven setzt Weil auf eine Verknüpfung von Tests, Impfungen und Hygienekonzepten. „Betroffene müssten also entweder geimpft sein oder ein aktuelles negatives Testergebnis nachweisen können“, sagte Weil.

Video
Merkel will EU-Impfpass in den nächsten drei Monaten
1:27 min
Dieser Impfausweis soll das Einreisen in die EU aus Drittstaaten während der Corona-Krise erleichtern.  © dpa/TNN
Anzeige

Auch ein digitaler Nachweis sei sinnvoll. „Meine Lieblings-Vorstellung ist es, die zentrale Corona-Warn-App auch für Impfnachweise und Testergebnisse zu nutzen. Die App würde dann zum ersten Mal auch wirklich relevant werden.“ Er wolle niemandem die Verantwortung zuschieben, aber das Gesamtergebnis der App sei „gelinde gesagt sehr unbefriedigend“.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen