Mehr als die Hälfte der IS-Rückkehrer hat Kampferfahrung

  • 122 Menschen mit IS-Bezug sind seit Mitte November aus Syrien und dem Irak nach Deutschland zurückgekehrt.
  • Davon hat mehr als die Hälfte Kampferfahrung gesammelt.
  • Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der AfD hervor.
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Berlin. Von den nach Deutschland zurückgekehrten Anhängern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat etwa jeder Zweite im Ausland kämpfen gelernt.

"Zu 67 der nach Deutschland zurückgekehrten Personen mit IS-Bezug liegen den Sicherheitsbehörden Erkenntnisse vor, wonach sie sich aktiv an Kämpfen in Syrien oder im Irak beteiligt oder hierfür eine Ausbildung absolviert haben", heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion.

Von den 122 Rückkehrern mit Bezügen zum IS, die den Behörden Mitte November 2019 bekannt waren, besaßen den Angaben zufolge 57 ausschließlich die deutsche Staatsbürgerschaft.

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Weitere 24 IS-Anhänger besaßen neben der Deutschen noch eine weitere Staatsbürgerschaft. Die deutschen Sicherheitsbehörden seien bestrebt, ausgereiste IS-Anhänger ohne deutsche Staatsbürgerschaft an der Wiedereinreise zu hindern, teilte die Regierung mit.

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Im November und Dezember vergangenen Jahres hatte die Türkei mehrere Frauen nach Deutschland abgeschoben, die sich dem IS angeschlossen hatten. Unter ihnen war eine Deutsch-Syrerin, die mehrere Frauen aus Deutschland zur Ausreise in das IS-Gebiet veranlasst haben soll. Sie kam in Untersuchungshaft.

RND/dpa

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