Alexander Gauland verzichtet auf erneuten AfD-Parteivorsitz

  • Die AfD will in Braunschweig eine neue Parteispitze wählen.
  • Laut Medienberichten hat sich Alexander Gauland bei einem geheimen Krisentreffen dazu entschlossen, sich aus der Parteispitze zurückzuziehen.
  • Diese Entscheidung rückt nun Tino Chrupalla in die erste Reihe.
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Berlin. Wenn die AfD an diesem Samstag einen neuen Bundesvorstand wählt, wird es spannend. Denn Alexander Gauland, der den "gärigen Haufen" AfD seit Jahren erfolgreich zusammenhält, will sich aus der Parteispitze zurückziehen. Wie "Bild" und die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichten, soll diese Entscheidung am Dienstagabend bei einem Krisentreffen gefallen sein. Für Gauland könnte Tino Chrupalla in die erste Reihe rücken - das hoffen zumindest einige in der AfD, nicht zuletzt Gauland selbst. Auch der Co-Vorsitzende Jörg Meuthen, dessen Wiederwahl als wahrscheinlich gilt, wäre mit dieser Lösung nicht unglücklich.

Feld der Bewerber durcheinandergewirbelt

Programmatische Entscheidungen stehen auf dem zweitägigen Bundesparteitag in Braunschweig nicht an. Doch auch daran, wen die Delegierten diesmal in den Vorstand und ins Bundesschiedsgericht wählen, wird sich ablesen lassen, welchen Kurs die Partei der Protestwähler und Migrationsgegner in Zukunft einschlagen wird.

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Das Feld der Bewerber um die zwei Spitzenposten ist in den vergangenen Tagen noch einmal unübersichtlicher geworden. Vor allem der Berliner Bundestagsabgeordnete Gottfried Curio hat die Planungen für den AfD-Bundesparteitag mit seiner Last-Minute-Kandidatur noch einmal kräftig durcheinandergewirbelt. Chancen rechnen sich zudem Jörg Meuthen, Nicole Höchst, Dana Guth und Gottfried Curio aus.

RND/dpa

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