Mecklenburg-Vorpommern: Schwesig begibt sich in Quarantäne

  • Ein Mitarbeiter der Schweriner Staatskanzlei hat sich mit Corona infiziert.
  • Der Gipfel der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern mit Kommunen und Verbänden musste deshalb abgebrochen und telefonisch fortgesetzt werden.
  • Regierungschefin Manuela Schwesig begab sich zudem freiwillig in Quarantäne.
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Schwerin. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat sich freiwillig in Corona-Quarantäne begeben. Eine Person aus der Schweriner Staatskanzlei habe sich während einer Reise in das Berchtesgadener Land mit dem Covid-19-Virus infiziert, teilte die Staatskanzlei am Dienstag mit.

Der Kreis sei zum Zeitpunkt der Rückkehr noch kein Risikogebiet gewesen. Schwesig habe keinen Kontakt zu der infizierten Person gehabt. Sie habe aber entschieden, ihre Arbeit freiwillig von zu Hause aus fortzusetzen, bis weitere Test-Ergebnisse aus dem Umfeld der infizierten Person vorliegen.

Corona-Gipfel abgebrochen

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Wegen des Befunds bei dem Mitarbeiter der Staatskanzlei war am Dienstag auch der Corona-Gipfel ihres Kabinetts mit Vertretern von Kommunen und Verbänden abgebrochen worden. Die Beratungen sollten als Telefonkonferenz fortgesetzt werden, teilte die Staatskanzlei mit.

Auf der Tagesordnung des Corona-Gipfels hatten mehreren Änderungen der Corona-Landesverordnung gestanden. Zum einen geht es um die Anpassung der Quarantäne-Verordnung, mit der Einreisen von Urlaubsgästen aus Corona-Risikogebieten nach Mecklenburg-Vorpommern erleichtert werden sollen.

Maskenpflicht im öffentlichen Raum

Zum anderen will sich Mecklenburg-Vorpommern für weiter steigende Infektionszahlen wappnen. Gemäß der Bund-Länder-Vereinbarung aus der Vorwoche soll es verschärfte Schutzvorkehrungen geben, sobald in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die kritische Marke von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten wird.

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Im Gespräch sind eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum und an weiterführenden Schulen auch im Unterricht, Sperrstunden für Gaststätten und begrenzte Teilnehmerzahlen bei Veranstaltungen und Familienfeiern.

RND/epd/dpa

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