AOK-Vorstand Litsch: Masken in Innenräumen weiter tragen

  • Die Stimmen für ein Ende der Masken­pflicht werden lauter.
  • Martin Litsch, der Vorsitzende des AOK-Bundesverbandes, plädiert jedoch dafür, in Innen­räumen auch weiter Maske zu tragen.
  • Gegenüber den Noch-nicht-Geimpften sei das eine Frage der Solidarität.
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Berlin. In der Debatte um ein Ende der Maskenpflicht hat sich der AOK-Bundesvorsitzende Martin Litsch gegen eine generelle Aufhebung ausgesprochen. „Solange noch nicht einmal die Hälfte der Bevölkerung vollständig geimpft ist, halte ich das Tragen von Masken in Innenräumen weiterhin für geboten“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Litsch verwies darauf, dass die Maske „unzweifelhaft“ zu den wirksamsten Mitteln gehöre, um sich und andere gegen das Coronavirus zu schützen. „Zudem können auch Geimpfte das Virus noch weitergeben, daher ist es auch eine Sache der Solidarität, die Noch-nicht-Geimpften durch das Tragen von Masken zu schützen“, sagte Litsch.

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Spahn hält Ende der Maskenpflicht für denkbar

In den vergangenen Tagen wurden Stimmen lauter, über eine Aufhebung der generellen Maskenpflicht nachzudenken. Die Infektionszahlen sinken, die Impfquote steigt: Nach Ansicht vieler Politiker können somit auch einige Maßnahmen zur Eindämmung des Virus nun wieder heruntergefahren werden. So sah der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki angesichts der gesunkenen Corona-Zahlen keine juristischen Voraussetzungen mehr für die Maskenpflicht. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält eine schrittweise Aufhebung für denkbar. In Regionen mit niedriger Inzidenz und hoher Impfquote könne sie zwar auch in Innenräumen fallen, solle im Zweifel aber auch weiterhin getragen werden.

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Das Tragen einer Maske, so Martin Litsch weiter, dämme auch andere Infektionskrankheiten „deutlich“ ein. So sei die Grippesaison in diesem Jahr „nahezu ausgeblieben“. Vor diesem Hintergrund solle man „generell für das Tragen von Masken werben“.

RND

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