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  • Maskenaffäre: Union verliert in Umfragen – Mitglieder fordern Laschet zu Kanzlerkandidatur auf

Union verliert in den Umfragen – Greift Laschet jetzt zur Kanzlerkandidatur?

  • Der Druck auf Armin Laschet steigt, die Frage der Kanzlerkandidatur zu klären.
  • Markus Söder liegt dem Umfrageinstitut Forsa zufolge vorn.
  • Nach Informationen des „Spiegel“ gibt es zudem weitere Ermittlungen im Zuge der Maskenaffäre.
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Berlin. Mag die Maskenaffäre in der Union nur einer von mehreren Gründen für die Wahlschlappen der CDU in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sein – auf die Umfragewerte im Bund hat sie deutliche Auswirkungen. Dazu kommt das sinkende Vertrauen in die Corona-Politik.

Nach einer am Mittwoch veröffentlichten Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Forsa für das RTL/N-TV-„Trendbarometer“ rutscht die Union im Vergleich zur Vorwoche um 4 Punkte auf 29 Prozent der Stimmen ab – einen so schlechten Wert hatte sie zuletzt vor Ausbruch der Corona-Pandemie im Winter 2020 gehabt.

Davon profitieren der Studie zufolge vor allem die Grünen, die sich um 3 Prozentpunkte auf 21 Prozent verbesserten. Die SPD mit dem sehr selbstbewusst auftretenden Kanzlerkandidaten Olaf Scholz verharrt bei 16 Prozent. Auch AfD (10 Prozent), FDP und Linke (je 8 Prozent) blieben unverändert.

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Laschet soll nach Kanzlerkandidatur greifen

Nach Informationen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) plädieren CDU-Mitglieder dafür, dass Parteichef Armin Laschet nun schnell nach der Kanzlerkandidatur greift. Er könne mit einer Entscheidung nicht mehr lange warten, sondern müsse um Ostern mit dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder die Entscheidung fällen und kommunizieren, um Klarheit zu schaffen, verlautete aus Spitzengremien. Namentlich wollte sich niemand zitieren lassen.

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Wenn die Bürgerinnen und Bürger den Bundeskanzler direkt wählen könnten, würden sich der Umfrage zufolge derzeit 36 Prozent für den bayerischen Ministerpräsidenten Söder entscheiden. Würde die Union NRW-Regierungschef Laschet als Kanzlerkandidaten aufstellen, käme er derzeit auf 21 Prozent. Sollten die Grünen sich für Robert Habeck und nicht für seine Co-Vorsitzende Annalena Baerbock entscheiden, käme Habeck auf 20 Prozent (plus 2 Prozentpunkte), Olaf Scholz hätte unverändert 15 Prozent.

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CDU-Chef Laschet verteidigt Spahn und Astrazeneca-Impfstopp
0:48 min
CDU-Chef Armin Laschet hat den vorsorglichen Stopp von Corona-Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca verteidigt.  © dpa

Ermittlungen gegen bayerischen Ex-Justizminister in Maskenaffäre

Unterdessen weitet sich laut „Spiegel“ die Affäre um lukrative Politikergeschäfte im Zusammenhang mit der Beschaffung von Corona-Schutzausrüstung aus. Die Generalstaatsanwaltschaft München ermittele nun auch gegen den CSU-Landtagsabgeordneten und früheren bayerischen Justizminister Alfred Sauter wegen des Anfangsverdachts der Bestechlichkeit von Mandatsträgern, berichtet das Blatt. Ein Sprecher der Behörde habe bestätigt, dass insgesamt gegen fünf Beschuldigte ermittelt werde.

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Vor zwei Wochen hatte die Generalstaatsanwaltschaft im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen den Bundestagsabgeordneten und Ex-CSU-Politiker Georg Nüßlein und einen zweiten, nicht benannten Beschuldigten, zunächst 13 Objekte in Deutschland und in Liechtenstein durchsuchen lassen.

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Es geht um den Anfangsverdacht der Bestechlichkeit und Bestechung von Mandatsträgern bei Geschäften mit Corona-Schutzmasken. Nüßlein soll eine Provision von 660.000 Euro bekommen haben.

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