• Startseite
  • Politik
  • Maskenaffäre auch in Thüringer CDU? Landtagsfraktion fordert Transparenz

Maskenaffäre: Thüringer CDU-Fraktion fordert Transparenz

  • Gab es in den Reihen der Thüringer CDU-Landtagsfraktion Verstrickungen in Maskendeals?
  • Das will die Fraktion nun klären.
  • Alle Fraktionsmitglieder sind aufgerufen, für Transparenz zu sorgen.
Anzeige
Anzeige

Erfurt. Die Thüringer CDU-Landtagsfraktion will klären, ob es in den eigenen Reihen Verstrickungen in umstrittene Geschäfte mit Corona-Schutzmasken gibt. Ihr Vorsitzender Mario Voigt habe die Mitglieder aufgefordert, sich bis Freitag zu melden, sollte es im Zusammenhang mit Maskengeschäften „Unklarheiten“ geben, sagte ein Fraktionssprecher am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Hinweise sollen an einen Ombudsmann gehen. Benannt wurde dafür der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion, Andreas Bühl.

„Wir sind aber gleichzeitig der Überzeugung, dass sich alle 21 Abgeordneten ordnungsgemäß und engagiert für die Bürger eingesetzt haben“, betonte der Sprecher. Vor wenigen Tagen hatte die Thüringer CDU eingeräumt, dass ihr Kreisverband Suhl eine Spende in Höhe von 7000 Euro von einem Maskenlieferanten erhielt, für den der inzwischen zurückgetretene CDU-Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann Geschäfte vermittelt hatte. Die Bundestagsverwaltung prüft derzeit, ob es sich bei dieser Zuwendung um eine unzulässige Spende handelt. Die Thüringer CDU will das Geld in jedem Fall abgeben.

Unterdessen berichteten mehrere Medien, dass Hauptmann auch ein Maskengeschäft für den Gesundheitskonzern SRH vermittelt haben soll. Demnach soll er im April 2020 ein Angebot zum Verkauf von 32.000 Corona-Masken an SRH vermittelt haben. Verkäufer der Masken soll erneut jenes Unternehmen gewesen sein, das an die CDU in Suhl gespendet hat. Einem Medienbericht des „Freien Wortes“ zufolge gingen auch Masken an eine Suhler Klinik.

Hauptmann war in der vergangenen Woche von allen seinen politischen Ämtern zurückgetreten, nachdem er unter anderem wegen der Vermittlung von Maskengeschäften massiv unter Druck geraten war. Kurz darauf war die Spende des Maskenvermittlers an den Kreisverband Suhl öffentlich geworden, dessen Vorsitzender Hauptmann zuletzt war. Der 36-Jährige bestreitet, eine Provision für die Vermittlung der Produkte bekommen zu haben.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen