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Masernausbruch: Flüge mit Afghanen von US-Stützpunkten gestoppt – auch Ramstein betroffen

  • Die US-Regierung hat Evakuierungsflüge mit afghanischen Schutzbedürftigen in die USA wegen mehrerer Masernfälle vorerst gestoppt.
  • Unter in den USA gelandeten Afghanen habe es „vier Fälle von Masern“ gegeben, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki.
  • Der Flugstopp gilt für zwei US-Stützpunkte in Deutschland und Katar.
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Washington. Wegen eines Masernausbruchs bei in den USA eingetroffenen Afghanen haben die USA Flüge mit afghanischen Staatsbürgern von zwei US-Stützpunkten in Deutschland und Katar gestoppt. Die Entscheidung traf die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde auf Empfehlung der Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention, wie aus einem Dokument hervorgeht, das der Nachrichtenagentur AP am Freitag vorlag.

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, sagte, der einstweilige Stopp sei angeordnet worden, nachdem bei vier in den USA angekommenen Afghanen Masern festgestellt worden seien. Psaki machte keine weiteren Angaben dazu, wie lange der vorläufige Stopp andauern werde. Eine Impfung gegen Masern sei Voraussetzung für die Einreise von Afghanen in die USA, so Psaki weiter. Man schaue nun, ob man auch an den Stützpunkten außerhalb der USA, an denen die Afghanen untergebracht seien, Impfungen verabreichen könne.

10.000 Evakuierte in Ramstein

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Die USA haben afghanische Ortskräfte und andere Schutzbedürftige nach deren Evakuierung bisher vornehmlich auf ihrer Luftwaffenbasis in Ramstein in Rheinland-Pfalz und auf ihrem Stützpunkt in Katar geprüft und deren Anträge bearbeitet, ehe sie nach Amerika weiterreisen dürfen. In dem Dokument, das die AP einsehen konnte, hieß es, dass der Stopp der Flüge die Abläufe auf der Basis in Deutschland massiv beeinträchtigen werde. Es werde auch nachteilige Auswirkungen auf die fast 10.000 Evakuierten in Ramstein geben, von denen viele länger als zehn Tage dort und zunehmend erschöpft seien.

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Ein Stopp der Flüge mit Ziel USA ist für Amerika auch ein Problem, da mit der Bundesregierung eigentlich vereinbart wurde, dass Deutschland nicht für länger als zehn Tage als Transitland für die Luftbrücke aus Afghanistan genutzt werden dürfe.

RND/AP/dpa

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